1964 goldene Hochzeit, Altenfahrt

Am 21.02.1964 treffen sich die Ortsvereine in der Gaststätte „Zur Post“, Arenzhofstraße 44 unter Federführung des Bürgervereins. Mit Fackelzug und Musikkapelle geht es mit jeweils ca. 15 Mann pro Verein zu den Eheleuten Franz Gerhards, um mit diesen die goldene Hochzeit zu feiern.

Arenzhofstraße und Feldkasseler Weg werden bis Feldkassel saniert. Eine Notunterkunft (Omnibus) am Roggendorfer Weg wird vom Gesundheitsamt als hygienisch in Ordnung befunden. Die „Verbrennungsanlage-Ziegelei“ der Ford-Werke an der alten Ziegelei (linkerseits hinter dem Kreisel Richtung Worringen) wird stillgelegt.

 

 

Eine Werbeagentur stellt dem Bürgerverein kostenlos den Bus für 47 Personen für die Altenfahrt am 18.09.1964 ins Bergische Land zur Verfügung.

 

 

Die für den Kinderspielplatz vorgesehenen Holzspielgeräte werden vom Bürgerverein als ungeeignet befunden. Die Stadt Köln wird gebeten, Leichtmetallbauspielgeräte aufzustellen. Dem Antrag wird stattgegeben, bei einer Selbstbeteiligung des Bürgervereins von DM 2.300,--. Der Betrag wird in kurzer Zeit durch Fühlinger Stifter aufgebracht.

Am 22.11.1964 wird der Spielplatz seiner Bestimmung übergeben.

 

 

1965 Friedhof und Feiern

Auf der Jahreshauptversammlung am 24.01.1965 sprechen sich alle Anwesenden einstimmig für die Erweiterung des Friedhofes aus.

Die Erstellung des Fußgängerweges an der Herzog-Johann-Straße wird begonnen. Der Fußgängerweg Roggendorfer Weg bis Herzog-Johann-Straße wird mit neuer Decke und Bordsteinkante versehen. Ein Bürgersteig (linke Seite der Neusser Landstraße) wird von der Herzog-Johann-Straße bis Ortsausgang Worringen erstellt. Bezgl. der Errichtung einer Bitumenfabrik wird von der Esso AG ein Unbedenklichkeitsgutachten eingefordert und auch erstellt.

Auch in diesem Jahre wird goldene Hochzeit gefeiert. Am 27.07.1965 ziehen alle Ortsvereine mit ihrer Abordnung und Musikkapelle zum Jubelpaar Eheleute Eschweiler. Der erste gemütliche Altennachmittag findet am 03.10.1965 in der Gaststätte „Zur Krone“ statt.

 

1966 Wasserhydranten, Panzersperren und Krankenhaus,

Mit der Ausbesserung der Frostaufbrüche auf der Neusser Landstraße wird begonnen. Peter Weihrauch (Feuerwehr) bemängelt, dass nach Aufschüttung diverser Straßen und Anlegung von Bürgersteigen, die Wasserhydranten zu tief liegen und durch Teermassen beengt sind. Die Wasserwerke Weiler schaffen Abhilfe.

Der Kampf um die berüchtigten Panzersperren geht weiter. Die Planung der Industriestraße liegt bis auf den Bereich der Obstplantage Geschwister Frenger fest. Der Bellerkreuzweg (Feldkassel Richtung Merkenich) ist wieder befahrbar. Nach Aufforderung durch den Bürgerverein muss die Firma Ford einen bereits gesetzten Zaun wieder zurücknehmen.

Der weitere Verbleib des Polizeipostens in Fühlingen ist gesichert.

Die Witwe von Peter Harff spendet weiterhin die Kränze zum Volkstrauertag an beiden Denkmälern. Die ESSO-Raffinerie plant eine Kapazitätserweiterung um das 3 ½ fache. Der Bürgerverein nimmt an einer Aussprache und Einsichtnahme teil.

Für den Mennweg wird von Erwin Lenhard ein Briefkasten gefordert, der von der O.P.D im Juli des nächsten Jahres angebracht wird.

Am 03.06.1966 treffen sich die Bürgervereinsvorsitzenden der benachbarten Gemeinden in der Gaststätte Otto (zuletzt Gasthaus Fühlingen). Ziel ist eine Resolution zum Neubau eines Krankenhauses im Kölner Norden in Worringen oder Fühlingen. Einstimmig wurde der BV Fühlingen-Feldkassel mit der Federführung beauftragt. Mit Schreiben vom 07.07.1966 antwortet Oberbürgermeister Theo Burauen dem Vorsitzenden Franz Merheim, im Kölner Norden sei endgültig ein Krankenhaus in Fühlingen vorgesehen, dem ein Ergänzungsneubau in Worringen angegliedert werden soll. Beide Vorhaben stehen jedoch unter dem Vorbehalt der prekären finanziellen Situation der Stadt Köln und des Landes NRW. Besserung für die Bürger sei aber dadurch gegeben, da laufend Fortschritte in den Verkehrsanbindungen eintreten werden, sodass die anderen Krankenhäuser günstiger und schneller zu erreichen sind.

1966 werden die Einheitswerte angepasst. Gem. Beschluss der Mitgliederversammlung weist der Bürgerverein die Finanzbehörden auf die Vielzahl umliegender Industriebetriebe (Ford-Werke, Heizkraftwerk, Bayer-Leverkusen und -Dormagen, Esso-Raffinerie, Glanzstoff-Werke, Erdöl-Chemie und Wacker-Chemie) mit Emissionsausstoß hin; Dies sei bei der Neubewertung der Einheitswerte zu berücksichtigen.

Am 3.09.1966 sind wiederum alle Bürger, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, zu einer Fahrt ins Blaue eingeladen.

 

1967 Mennweg, Bunker und Cognac

Die Bunkerruinen rund um Fühlingen (ehem. Flakstellungen, jetzt Schuttabladeplätze) sollen von den Pionieren in Longerich gesprengt werden.

Am 10.06.1967 wurden die Jubilare der Feuerwehr Christian Zimmer und Andreas Gasper vom Bürgerverein mit 1 Fl. Cognac und Zigarren geehrt. Willi Frömbgen wird neuer Beisitzer.

Der Vorstand nimmt an den Einweihungsfeierlichkeiten des Pfarrheimes teil und überreicht als Geschenk 50 Kaffeegedecke.

Zur „Vorweihnachtlichen Feier“ wurden alle Bürger von Fühlingen und Feldkassel ins Pfarrheim eingeladen. Auf dem Dorfplatz übernimmt die Stadt das Aufstellen eines Christbaumes.

 

1968 Wilde Kippen, Schnellbahn und Regattastrecke

Den Wilden Müllkippen rund um Fühlingen wir der Kampf angesagt. Viele Mitglieder erklären sich bereit, Kontrollgänge durchzuführen. Der Fuhrpark Köln bietet 1x monatlich kostenlose Sperrgutabholung. Die Bürger werden mit Flugblättern informiert. Die Ausgabe von Mitgliederkarten wird beschlossen.

Gegen die Erweiterung um eine Kunststoffverbrennungsanlage bei der Wacker-Chemie wird unter Federführung des BV Neue Stadt protestiert.

Im Oktober nehmen Herren des Bauamtes Stellung zu

  • (Weiter-) führung der Industriestraße
  • Führung einer Ring-Schnellbahn
  • Bau der Regattastrecke sowie
  • Ansiedlung mittelständiger Industrie im Gebiet von Feldkassel.

Der Bürgerverein Neue Stadt hat für Freitag, den 21.03.1969 nach Merkenich eingeladen. Es wird eine Interessengemeinschaft gegründet, die insbesondere die Belange der Bürger im Zusammenhang mit Luftverschmutzung, Lärmbelästigungen sowie von Industrieansiedlungen im Kölner Norden gegenüber der Stadt vertritt. Die Bildung dieser Interessengemeinschaft ist zwingend erforderlich, da dunkle Wolken über dem Kölner Norden aufziehen. Die Stadt Köln beschließt auch für Fühlingen einen neuen Bebauungsplan. Die Reaktionen der Bürger in der zum 23.05.1969 kurzfristig einberufenen Bürgerversammlung gibt der Artikel des Kölner Stadtanzeigers vom 29. Mai treffend wieder.

Nach genau 10 Jahren guter Arbeit für die Fühlinger Bürger, zeichnet sich der erste große Vorstandswechsel ab, da die bisherigen Mitglieder Benno Babich, Franz Merheim und Peter Eichel auf der Jahreshauptversammlung am 9.03.1969 nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Von der Versammlung werden mit ausreichender Mehrheit gewählt: Josef Esser, 1.Vorsitzender; Willi Frömbgen, 2.Vorsitzender; Heinrich Kürten, Schriftführer; und Werner Marglowski, Kassenführer. Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder werden zu Beisitzern bestellt.

Der Jahresbeitrag wird auf DM 2,-- festgesetzt. Der Bürgerverein zählt zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung 207 Mitglieder.


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