1987 Gemeinnützigkeit, Fühlingen aktuell, Müllverbrennung

Die Jahreshauptversammlung am 16. Januar in der Dorfschänke, Arenzhofstraße 44 an der 66 Mitglieder und 19 weitere Bürger teilnehmen, führt zur Wahl von Hans-Josef Weihrauch zum 1. Vorsitzenden.

Ein 10-seitiger Bürgerantrag an die Stadt Köln zur Verkehrssituation in Fühlingen wird auf den Weg gebracht. Wesentliche Forderungen sind: Ampelanlage in der Ortsmitte, kurzfristige Sanierung der Neusser Landstraße, Schaffung einer Umgehungsstraße, Verringerung der Gefahrguttransporte.

Der gewünschte Kindergarten wird derzeit nicht gebaut, da 2 neue in Chorweiler errichtet werden.

Die erste Ausgabe von „Fühlingen aktuell“, sozusagen einem Papiervorläufer des Dorfnetzes, wird auf den Weg gebracht und in alle Aushalte verteilt.

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In seiner Sitzung am 4. Februar strukturiert der neue Vorstand seine Organisation und bildet Ausschüsse für Soziales/Kulturelles (Annemarie Blömer), Müllverbrennung (Jakob Kreucher), Öffentlichkeitsarbeit (Hans-J. Weihrauch), Satzung (Hans Kremer), Verkehr (Heinz-Klaus Roth)

Erste Initiativen gegen die geplante Müllverbrennungsanlage bilden sich. Auf Antrag des Niehler Bürger- und Heimatvereins wird am 17. Februar die „Aktionsgemeinschaft Kölner Norden“ wiederbelebt.

Die Stadtverwaltung schlägt für die Errichtung eines Spaßbades 2 Standorte nahe Fühlingen vor.

Mitte des Jahres wird das erste Branchenverzeichnis der Fühlinger Geschäftswelt aufgelegt. Die erste Produktion zählt 41 Abonnenten, mit der Folge, dass die finanzielle Zukunft des Vereins für viele Jahre ausreichend gesichert ist. Bereits in den ersten Wochen konnte ein Spendeneingang von DM 3.000,-- verzeichnet werden (Fühlingen aktuell Nr. 4).

Nachfolgend das Dokument der damals noch recht beeindruckende Fühlinger Geschäftswelt.

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Das neue Emblem

Da der Bürgerverein noch ohne Vereinsemblem dasteht, wird in „Fühlingen aktuell Nr. 2“ zu einer entsprechenden Aktion aufgerufen.

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Zum Abgabestichtag im April liegen 8 Vorschläge vor.

Die außerordentliche Mitgliederversammlung beschließt am 4. Juni das neue Emblem.

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Die Mitgliederversammlung beschließt weiterhin die Änderung der Satzung von 1960 zum Erhalt des Status der Gemeinnützigkeit des Vereins mit entsprechenden Fördermöglichkeiten für die Zukunft.

Satzung von 1960

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Im Zuge der anstehenden Mitgliederwerbung wird die neu gedruckte Satzung an alle Haushalte verteilt.

Satzung von 1987

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Der Versuch, die Ortsvereine dauerhaft unter einen Hut zu bringen wird in einer gemeinsamen Sitzung am 26. Mai in der Gaststätte Otto gestartet. Der Bürgerverein wird sich an der Ausgestaltung des Erntedankfestes beteiligen.

Mit Beginn des Schuljahres 1987/88 werden die vom Bürgerverein geforderten Schulbusse zur Grundschule nach Seeberg und dem Gymnasium Knechtsteden erstmals von Fühlingen aus eingesetzt.

Auf Druck des Bürgervereins werden Ende August die Ausbesserungsarbeiten an der Neusserlandstraße endlich begonnen.

Der Bürgerverein beteiligt sich am 4. Oktober mit allen Ortsvereinen an den Feiern „100 Jahre Kirche St. Marien“ in Fühlingen im Rahmen des Erntedankfestes. Gefeiert wird auf dem Heinrichshof.

Aktiver Einsatz aller Beteiligten lassen diese Veranstaltung zu einem großen Erfolg werden und sorgen für Nachhaltigkeit bei diesem Jahrestermin in Fühlingen.

Die Kassenbestände des Vereins werden immer noch in bar beim Kassierer vorgehalten. Der Vorstand eröffnet ein gebührenfreies Konto bei der Raiffeisenbank Zwgst. Fühlingen.

Die Mitgliederverwaltung auf Papier wird abgelöst durch den Einsatz des EDV-Vereins-programms der Kreissparkasse Köln.

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1988 Umgehungsstraße, Schlacht bei Worringen, Einbrüche

Die Jahreshauptversammlung am 15. Januar wählt Eva-Maria Mülfahrt zur Kassiererin und stimmt einer Erhöhung des Beitrages von DM 5,-- auf DM 8,-- zu. Aufgrund der Einwände gegen die Müllverbrennung wird der Biotonnenversuch in Longerich und Vingst um ein halbes Jahr verlängert.

Die Umstellung auf bargeldlose Beitragszahlung wird bereits im Januar von 90 % der Mitglieder angenommen.

Im März bleibt festzustellen, dass die Einbrüche in Fühlingen wieder verstärkt zunehmen. Wir laden die Fühlinger Bürger zu einer Informationsveranstaltung der Polizei am 10. November in die Dorfschänke ein.

An den Feierlichkeiten zum 700. Jahrestag der Schlacht bei Worringen am 5.Juni nehmen wir teil.

Die Stadt Köln fasst am 14. April zur Umgehungsstraße den Änderungsbeschluss, Fühlingen über eine neu auszubauende Straßenverbindung im Verlauf des Mohlenweges anzubinden. Die Neusserlandstraße selbst soll am Mennweg abgebunden werden, sodass Fühlingen künftig von jedem Durchgangsverkehr freigehalten wird.

Auch in diesem Jahr ist die Neusser Landstraße weiter ein großes Thema.

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Im Mai stellt die Stadt ihren Planungen für das neue Gewerbegebiet zwischen Fühlingen und Langel vor.

Aus dem Verkauf der Fühlinger Heide an Baron von Oppenheim in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts ist das sog. Fühlinger Ortsvermögen auf gut 1.500,-- DM angewachsen. Hinterlegt ist es bis dato in der Bürgermeisterei Worringen. Nach Auszahlung an den Bürgerverein beschließt dieser im November 1988, den kompletten Betrag für die Bestuhlung der Friedhofshalle zu verwenden.

Der Bürgerverein beteiligt sich mit 60 Personen am Internationalen Wandertag des Sportvereins SV Fühlingen-Chorweiler. Insgesamt nehmen daran ca. 4.000 Wanderer aus dem In- und Ausland teil.

1989 Roma und Sinti, Jugendabteilung, Straßenbaubeiträge

Ergebnisse der Jahreshauptversammlung am 20. Januar

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Die Fühlinger Jugend zwischen 12 und 20 Jahre wird erstmalig zu einer eigenständigen Jugend-Bürgerversammlung am 3. März eingeladen.

Der Vorstand beschließt am 5. April die Unterschriftsaktion der Evangelischen Kirchgemeinde Köln-Worringen zum Thema Tiefflieger zu unterstützen. Unterschriftslisten werden in den Fühlinger Geschäften ausgelegt.

Im Mai nimmt Anneliese Braeckeler mit interessierten Jugendlichen an einer Bezirksvertretersitzung in Chorweiler teil.

Der Bürgerverein beantragt im Juni die Verkehrsberuhigung der Neusser Landstraße und fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Die seit 1983 geforderte Ampelanlage in der Ortsmitte wird erst 1989 erstellt, nachdem ein Schulkind auf dem Weg zum Bus schwer verletzt wurde

Im August beschließt der Rat der Stadt Köln die beantragte Errichtung eines Kinderspielplatzes am Feldblumenweg.

Straßenbaubeiträge im Bereich Roggendorfer Weg sind von der Stadt Köln zu hoch angesetzt. Da die Widerspruchsfrist abgelaufen ist, übernimmt es Hans-Josef Weihrauch für 12 betroffene Anlieger mit der Stadt Köln Verhandlungen zu führen, um auf dem Kulanzwege Erstattungen zu erreichen. Mit Erfolg: die 12 Anlieger erhalten jeweils ca. 1.200,-- DM/Grundstück. Diese werden vom Vorsitzenden motiviert, 10 % der Summe als Spende an den Bürgerverein weiter zu leiten. Dies ist in allen Fällen geschehen.

Die Bushaltestelle am Mennweg Richtung Worringen rückt auf Wunsch der Bürger näher an Fühlingen ran.

 

1990 30 Jahre Bürgerverein, Fühlinger Bilderbogen, Tuppturnier

Bei Jahreshauptversammlung am 19. Januar gibt es einen Wechsel im Vorstand. Heinz-Klaus Roth wird zum stv. Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Stelleninhaber Josef Esser wird Beisitzer.

Die Erstellung eines mobilen Kindergartens ist weiter bei uns im Fokus.

Die Grünfläche Dreieck Arenzhofstraße/Heinrichshofweg wird verstärkt als Parkfläche genutzt. Auf unser Betreiben sichert die Stadt Köln Rasenfläche und Baumbestand durch den Einbau von Holzpalisaden.

Mit Aufklebern „Parke nicht auf unseren Bürgersteigen“ macht der Bürgerverein auch Front gegen diese jetzt aufkommende Unsitte.

30 Jahre Bürgerverein

Nach umfangreichen Vorbereitungen können wir am Sonntag, 20. Mai bei herrlichem Sonnenschein unser 30-jähriges Wiederbegründungsfest am Feldblumenweg feiern. Zelt und Kleinkunstbühne sind aufgebaut. Der große Zuspruch an diesem Tag zeigt uns, wie tief verwurzelt der Bürgerverein mittlerweile bei den Dorfbewohnern ist. Dies unterstreicht auch die Zahl von gut 650 Mitgliedern, knapp die Hälfte der Fühlinger Bevölkerung, die wir zum Jubiläumstag erreichen. 4 Jahre zuvor waren es noch 206 Mitglieder.

Presse, Politiker aller Parteien wie auch die in der Aktionsgemeinschaft Kölner Norden vertretenen Bürgervereine sind zahlreich erschienen.

Eine Vielzahl von Fühlinger Firmen und Geschäften sowie die ortsansässigen Vereine präsentieren den Besuchern im Rahmen eines Ausstellungsprogramms ganztägig ihre Angebote mit teils lustigen Kaufverhandlungen. Die Fühlinger Kinder sind mit einem großen Trödelmarkt vertreten. Fanfarenzug, Musikkapellen, Karate- und Tanzvorführungen, Auftritte der Grundschule Balsaminenweg, Löschvorführungen der Feuerwehr, Bürgerschießen der Schützen, Torwandschießen des Sportvereins und Politikerreden sowie die Ehrung verdienter Mitglieder runden das Bild ab. Alle Kölner zeitungen berichten ausführlich zum Geschehen

Die Festwiese am Feldblumenweg

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Rechtzeitig zum Fest erscheint auch der von Hans-Josef Weihrauch verfasste, von der Fühlinger Geschäftswelt finanzierte „Fühlinger Bilderbogen“: Dieser wird im Jubiläumsjahr gut 600 mal für 8,-- DM zu Gunsten der Vereinskasse verkauft.

Die Fühlinger Ortsvereine: Bürgerverein, Schützenbruderschaft, Freiwillige Feuerwehr und Sportverein schließen sich zu einer Gemeinschaft zusammen, um Interessen von allgemeiner Bedeutung zukünftig gemeinsam vertreten zu können.

Am 20. November veranstaltet der Bürgerverein zum Jubiläum die 1. Fühlinger Tuppmeisterschaft im Germaniasaal. Sieger des Turniers wird Rolf Hoegen, der damit das Preisgeld in Höhe von DM 300,-- wie auch den Wanderpokal mit nach Hause nimmt.#

 

Nach Erhalt der Ehrenurkunden für langjährige, treue Mitgliedschaft.

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Eine Vorführung der Feuerwehr

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Grundschule Balsaminenweg

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Karatevorführung

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Ein Besuch auf dem Kindertrödel

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Gut verhandelt. Kühlschrank gehört jetzt mir.

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Die Feuerwehr hatte alles im Griff.

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Zeitungsbericht aus dem Kölner Wochenspiegel zum Fest

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1991 Organisation, Spielplatz, Beleuchtung

Die Jahreshauptversammlung vom 25. Januar beschließt die vom Vorstand vorgelegte Neuorganisation. Neben Vorsitzendem, Schriftführer, Kassenführer wird jeweils 1 Stellvertreter. Die bisherigen Beisitzer entfallen. Der Beitrag wird von DM 8,-- auf DM 10,-- erhöht.

Mit der Errichtung des Kinderspielplatzes am Feldblumenweg wird begonnen. Als Spielplatzpaten können wir Michaele von Dewitz und Eva Hopf gewinnen.

Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Mennweg 50 km/h.

Die Verlängerung der Herzog Johann Straße Richtung Blumenberg wird für PKW gesperrt.

Die Kurve der Neusser Landstraße Höhe Grasweg wird durch die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h entschärft.

Die Gasse neben der Bäckerei Kraus (Querverbindung Neusser Landstrasse zum Roggendorfer Weg) erhält auf unser Betreiben eine Beleuchtungsanlage.


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