Zum Hauptinhalt springen

Bericht zur JVH 2024

Am Donnerstag, 14. März 2024 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung von Wir Fühlinger e.V. von 17:30 bis 18:30 Uhr im Pfarrheim der St. Marien Kirche statt. Die Einladung war form- und fristgerecht veröffentlicht worden.

Bei der JHV am vergangenen Donnerstag waren 45 Mitglieder anwesend. Dies entspricht knapp 10% der Wahlberechtigten und liegt auf vergleichbarem Niveau zu den Teilnehmerzahlen der JHVs der vergangenen Jahre. 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

  • Ganztägig: Nein
  • Stadt: Köln
  • Koordinaten: 51.0370,6.9030

Zur Mitgliederversammlung laden wir alle Mitglieder und Interessierte herzlich ein.

18. März 2023 - Pfarrheim Fühlingen - 17.00 Uhr

Tagesordnung

Von 1960 bis 1963

{index}  

1952 Vorgeschichte

Zur Vorgeschichte zitieren wir aus einem Bericht der Kölnischen Rundschau vom 28.08.1952.

Im Norden Kölns wird ein weiterer Bürgerverein wiederbegründet und zwar der für die Ortsteile Fühlingen, Fühlinger See, Feldkassel und Stallagsberg.

Bei der Taufe am Mittwochabend im Saal der Gaststätte Pelzer (Arenzhofstraße 44) stehen Vorstandsmitglieder des Worringer Bürgervereins Pate. Die Worringer haben auch früher schon mit dem Bürgerverein Fühlingen, der bis 1933 bestand, Hand in Hand gearbeitet. Nach Worten der Begrüßung durch den Leiter der Versammlung, Engelbert Moll, spricht Arnold Zillekens, der Vorsitzende des Worringer Bürgervereins. Bis hierhin steht die Versammlung im Zeichen der Worringer Gäste, die den Fühlingern manchen Rat für die künftige gemeinsame Arbeit geben.

Danach schreitet man zur Neugründung des Fühlinger Bürgervereins, dessen Vorstand auf neun Personen festgesetzt wird. Als Vorsitzenden wählt die Versammlung Theodor Frenger.

Die Neugründung ist jedoch nicht von Bestand. Der Bürgerverein kommt in den Folgejahren zum Erliegen, sodass ein neuerlicher Anlauf erforderlich wird.

Ende der fünfziger Jahre ist es dann Kurt Starke (Vorsitzender der Schulpflegschaft) zu verdanken, dass die Interessen der Fühlinger Bevölkerung aus eben dieser Schulpflegschaft heraus vertreten werden. Hierbei sagt Kurt Starke schon damals deutlich, eine Schulpflegschaft kann vieles erreichen, aber nicht das, was zu erreichen ein Bürgerverein in der Lage ist.

1952 1Chronikanhang 1960-00 Neusser Landstraße 1958

  

1960

Mit Schreiben vom 25.04.1960 werden die Einwohner auf das Ereignis „Gründung des Bürgervereins eingestimmt.

1952 21960 Einladung zur Gründungsversammlung

 

Gründungsversammlung

Für die Durchführung der Gründungsveranstaltung hat die Aufbaumannschaft (heute würde das Orga-Team heißen) professionelle Vorarbeit geleistet. Einladungen sind an alle Fühlinger verteilt und Wahlzettel für die Vorstandswahl liegen ausreichend vor.

1952 31960 Wahlschein

Groß ist dann auch die Anteilnahme der Fühlinger und Feldkasseler Bevölkerung an der Gründungsversammlung des Bürgervereins. 132 Teilnehmer haben sich in der Volksschule eingefunden um die Geburtsstunde des neuen Bürgervereins zu erleben und mitzugestalten.

Fühlingen und Feldkassel zählten damals an die 1250 Einwohner.

Versammlungsleiter Franz Merheim geht in seiner Begrüßungsansprache nochmal auf wesentliche Inhalte der Einladung zu dieser Versammlung ein. Stadtverordneter Arnold Zillekens (CDU) legt dar, dass eine breite Schicht der Bevölkerung mehr erreichen kann als ein Einzelner. Er gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass nun auch in Fühlingen ein Bürgerverein gebildet wird.

Zur Wahlleitung werden bestimmt: Arnold Zillikens, Josef Abel und Willi Weihrauch. Mit Rudi Conin (CDU) und Fritz Wacker (SPD) nehmen weitere Stadtverordnete an der Versammlung teil.

In geheimer Abstimmung werden gewählt.

Kurt Starke1. Vorsitzender 64 Stimmen,
Franz Merheim stv. Vorsitzender 70 Stimmen,
Werner Marglowski Schriftführer 69 Stimmen
Peter Eichel Kassierer 72 Stimmen

1952 5Franz Merheim1952 5Kurt Starke

sowie die Beisitzer Benno Babich, Josef Kraus jun., Jakob Kreucher, Jean Weintz und Matthias Thönnissen

Die Kölner Stadt-Rundschau „Bürgerverein mit großem Programm“ berichtet am 3. Mai und der Kölner Stadt-Anzeiger „Alles aus Idealismus“ am 10.05.1960 ausführlich über das Geschehen in der Schule.

1952 61960 Bericht KR vom 3.05.1960

 

Der Start

Vorsitzender Kurt Starke beruft die 1. Vorstandssitzung für Freitag, den 27.05.1060 in die Gaststätte „Zur Post“ (später Dorfschänke), Arenzhofstrasse 44 ein.

Die Sitzung beginnt mit dem Verlesendes Satzungsentwurfs. Es ergeben sich keine Einwände. Beschlüsse werden zu den Themen Kanalisationfür den Ort und den Bau einer Leichenhalle auf dem Friedhof gefasst.

Die 1. ordentliche Mitgliederversammlung findet am 1. Juli 1960 wiederum in der Volksschule statt. Die vorgelegte Satzungwird einstimmig beschlossen.

Themen sind diesmal die Aufstellung von Wartehalten der KVB, wie auch von 5 Ruhebänken in idyllischer, ruhiger Lage Richtung Friedhof. Die Beleuchtung des Roggendorfer Weges bis Ecke Johann Herzogstraße wie auch Teile des Feldkasseler Weges. Der Tümpel (Ennekuhl) wird eingezäunt. Über die Auflösung des Zigeunerlagers am Stallagsberg hat die Stadt informiert. Die beantragte Polizeinotrufsäule ist genehmigt. Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sperren für Kieslaster sind beantragt. Die Verkehrsampelan der Kirche ist genehmigt. Der Bau des Fuß- und Radweges von der Arenzhofstraße Richtung Mennweg wird vorangetrieben. Die Vorarbeiten zur Kanalisierungen beginnen, jedoch ist vorher zwingend der Bau der Kläranlage in Rheinkassel abzuschließen. Unter Punkt Verschiedenes wird für Feldkassel eine Telefonmöglichkeitgefordert.

Im Juli kommen der 1. Vorsitzender Kurt Starke und seine Frau bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben.

In den kommenden Monaten wird an der Neußer Landstraße 31 (ehemals Gasthaus Zur Krone) neben dem Telefonhäuschen ein Aushangkasten für Mitteilungen des Bürgervereinsangebracht. Das Kriegerdenkmal wird gereinigt und eine Gedenktafel für die Gefallenen des 2. Weltkrieges angebracht. Durch Überladung verlieren Kieslaster des Öfteren Teile der Ladung in der Kurve Höhe Neußer Landstraße 65. Auf Bitten des BV führt die Polizei Kontrollen durch. Für das Telefonhäuschen in Feldkassel muss ein Bürger gefunden werden, der für 1 Jahr Gebühreneinnahmen von 30,-- DM pro Monat garantiert. Das Problem des weiterhin fehlenden Spielplatzes wird behandelt. Diverse Straßendes Ortes sind in einem verbesserungswürdigen Zustand. Anliegerfahrzeuge (Kohlenhandlung) würden immer wieder in die Gärten fahren, da keine feste Straße vorhanden sei, nur ein Feldweg (jetzt Grafen von Berg Straße).

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich zum Beschluss des Stadtrates eine Tierkörperverwertungsanstalt im Raum Merkenich anzusiedeln

Am 30. Oktober 1960 findet in der Gaststätte „Zur Krone“, Neußer Landstraße 31 eine Sitzung der Vorstände aller Ortsvereine (Feuerwehr, Maigesellschaft [Junggesellenverein], Schützenbruderschaft, Sportverein und Bürgerverein) statt. Es soll ein geeigneter Fest- und Kinderspielplatz ausfindig gemacht werden. Alle sind sich darin einig, dass ein Kinderspiel-, Fest- und Übungsplatz dringend notwendig ist. Präferiert wird ein Gelände am Langeler Weg, Größe 150 x 250 Meter, das der Stadt Köln gehört. Der Bürgerverein stellt den gemeinsamen Antrag bei der Stadt Köln.

Im Spätherbst legt der Bürgerverein mit dem Bürgerverein Merkenich Einspruch gegen den Bau einer Schwefelkohlenstoffanlageder Glanzstoff-Courtauld GmbH durch die Firma Carbosulf ein. Nach Einsichtnahme in mehrere Gutachten bei Glanzstoff vor Ort kann festgestellt werden, dass die entstehenden Abgase (Schwefeldioxyd) eher gering sind. Der Einspruch der Bürgervereine gegen das Bauvorhaben bleibt im Einvernehmen mit dem Glanzstoff unter Vorbehalt bestehen, bis alle Auflagen aus den Gutachten erfüllt sind.

 

1961 Kriegerdenkmäler und mehr

 

Jahreshauptversammlungen

Am 18. Januar findet die Jahreshauptversammlung mit 73 Mitgliedern in der Volksschule statt. Diverse Ratspolitiker und die Kölner Presse sind vertreten.

Das erste Rumpfgeschäftsjahr schließt mit einem Kassenüberschuss von DM 183,81. Einnahmen in Höhe von DM 457,91 (Spenden 281,10, Beiträge 176,--, Zinsen 0,81) stehen Ausgaben von DM 274,10 (Raumnutzung Schule 8,--, Kranzspenden 40,-- Satzungshefte 226,10) gegenüber.

In den Vorstand gewählt bzw. wiedergewählt werden Franz Merheim, Vorsitzender; Benno Babich,stv. Vorsitzender; Werner Marglowski Schriftführer und Peter EichelKassierer.

 

Vorstandssitzungen

Neue Abflussschächtesind beantragt für die Neußer Landstraße in Höhe Lebensmittel Welter (heute Provinzialversicherung) und Bäckerei Kraus sowie für die Kriegerhofstraße Nähe Stellmacherei Esser (heute Schreinerei Lemm). Die Herzog Johann Straße erhält einen neuen Asphaltbelag. Der Vorstand genehmigt die Finanzierung eines „Karnevalwagen Bürgerverein“. Die ESSO informiert den Vorstand über die Errichtung einer neuen Anlage. Die Dringlichkeit der KVB Wartehallen wird von der KVB in Frage gestellt. Eine Zählung ergab 12-15 Fahrgäste. Mit dem Ausbau des Kinderspielplatzes wird begonnen.

Einweihung der Kriegerdenkmäler in Feldkassel und Fühlingen

Rundschreiben werden in Fühlingen verteilt um die Personalien für die im 2. Weltkrieg gefallenen Bürger von Feldkassel und Fühlingen zu ermitteln. Diese werden für die Errichtung der Bodentafel am Kriegerdenkmal benötigt. Die Einweihung der Denkmäler in Fühlingen und Feldkassel wird auf 7. Mai 1961 terminiert. Die veranschlagten Kosten liegen bei DM 3.120,--. Alle Ortsvereine tragen die Vorstellungen des Bürgervereins mit.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste an der Spitze Bürgermeister Dr. Lemmens findet am Sonntag, dem 7. Mai in Feldkassel und Fühlingen die feierliche Einweihung der neuen Ehrenmale statt. Es sind die Namen von 43 Gefallenen und Vermissten eingraviert.

1952 71961 Kriegerdenkmal Feldkassel

1952 81961 Kriegerdenkmal Fühlingen

Nach der Einweihung in Feldkassel ziehen nach einem gemeinsamen Festgottesdienstdie Ortsvereine und der Vorstand des Bürgervereins mit den Ehrengästen zum Ehrenmal an der Neusser Landstraße. Feuerwehrmänner mit brennenden Fackeln halten die Ehrenwache. Vorsitzender Franz Merheim spricht der Fühlinger Bevölkerung Dank für deren Spendenbereitschaft aus. Bürgermeister Dr. Lemmens enthüllt dann den Gedenkstein und Pastor Dr. Paessens nimmt die kirchliche Weihe vor

Nachdem die Ortsvereine ihre Kränze niedergelegt haben, intoniert die Kapelle der KVB das Lied vom guten Kameraden

Zu guter Letzt findet anschließend im Festzeltder Maigesellschaft (Junggesellenverein) ein kleiner Imbiss für geladene Gäste, Ehrengäste und Musik statt.

1952 91961 Presseberichte KR und KStA

 

1962

 

Straßen und Landbedarf

Anfang des Jahres findet die Ortsbesichtigung durch den Vorstand statt. An der KriegerhofstraßeRichtung Weiler wird ausgebaut. Die Ecke Roggendorfer Weg, Herzog-Johann-Straße verkommt zum Schuttabladeplatz. Der Graben neben der Neusser Landstraße (Höhe Weihrauch/Wirth Nr. 81/83) soll zugeschüttet und Fußgängern zugängig gemacht werden. Die Arenzhofstraße braucht einen neuen Straßenbelag. Die Schule soll einen überdachten Fahrradständer erhalten. Die Trauerhalle ist fertig gestellt. Der Bürgerverein stellt 10 Stühle zur Verfügung. Der Fühlinger Kirchweg (heute Am Kutzpfädchen) erhält neuen Splittbelag. Der Stallagsweg von Feldkassel zur Neusser Landstraße wird mit einer neuen Splittdecke versehen. Die Industriestraße ist zum Jahresende bis Feldkassel fertig gestellt. Für die Weiterführung um Fühlingen herum liegen 3 Pläne vor. Hier ist noch nicht abschließend entschieden. (Endgültig fertig gestellt ist die Umgehungsstraße 55 Jahre später 2017.

6 Jubilare der freiwilligen Feuerwehr werden vom Bürgerverein mit einer Urkunde bedacht.

1952 101962 Presseberichte Bauland KR und KStA


Das beherrschende Thema einer Mitgliederversammlung am 3. Juni in der Gaststätte „Zur Krone“ sind die Fragen der Geländebeschaffung für die Trabantenstadt im Kölner Norden, für das Fühlinger Landwirte Ländereien abgeben müssen. Auch die Stadtverordneten Arnold Zillekens und Fritz Wacker sind der Einladung des Bürgervereins gefolgt und geben einen Überblick über die Planungen der Stadt.

Zum Bau der Regattabahn sagten die Stadtverordneten, dass diese später einmal als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird und einer der schönsten Erholungsgebiete der Stadt Köln werden dürfte. Man sei deshalb froh, dass man den Fühlinger See für diesen Zweck freibekommen habe.

Das Pfarramt St. Marien stellt erste Überlegungen zu Jugendheim und Kindergarten an.

 

1963

 

Kinderspielplatz, Friedhof und Arztpraxis

Eine Beitragserhöhungvon DM 1,-- auf DM 1,50 wird auf der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Zur Krone“ am 16. Januar einstimmig angenommen.

Neußer Landstraße, Grasweg, Arenzhofstraße und Fühlinger Kirchweg (heute Am Kutzpfädchen) erhalten einen neuen Straßenbelag. Der Bürgersteig von Bäckerei Kraus bis Schmiede Esser (heute Metallbau Szendzielorz) wird fertiggestellt. Für diverse Straßen werden Beleuchtungen von der Stadt eingefordert. Wegen des zunehmenden Verkehrs auf der Neußer Landstraße werden ZebrastreifenHöhe Gaststätte Ippen (zuletzt Gasthaus Fühlingen) und Herzog-Johann-Straße angelegt. Für die Anwohner des Mennweges wird die Zufahrtmöglichkeit zum neuen Mennweg zufriedenstellend gelöst.

Mit dem Ausbau des Kinderspielplatzes wird begonnen. Die Zuschüsse der Stadt betragen 27.000,-- DM und des LVR 8.000,-- DM. Frau Wagner, Mennweg empfiehlt, für eine Arztpraxis in Fühlingen einzutreten. Der Friedhofserweiterungsplan wird vorgestellt. Die nächtliche Ruhestörung durch die Fa. Rheinkies (Alwegbahngelände) ist nach einer Beschwerde des Bürgervereins abgestellt.

Von 1964 bis 1969

{index}

 

1964 goldene Hochzeit, Altenfahrt

Am 21.02.1964 treffen sich die Ortsvereine in der Gaststätte „Zur Post“, Arenzhofstraße 44 unter Federführung des Bürgervereins. Mit Fackelzug und Musikkapelle geht es mit jeweils ca. 15 Mann pro Verein zu den Eheleuten Franz Gerhards, um mit diesen die goldene Hochzeit zu feiern.

Arenzhofstraße und Feldkasseler Weg werden bis Feldkassel saniert. Eine Notunterkunft (Omnibus) am Roggendorfer Weg wird vom Gesundheitsamt als hygienisch in Ordnung befunden. Die „Verbrennungsanlage-Ziegelei“ der Ford-Werke an der alten Ziegelei (linkerseits hinter dem Kreisel Richtung Worringen) wird stillgelegt.

 

 

Eine Werbeagentur stellt dem Bürgerverein kostenlos den Bus für 47 Personen für die Altenfahrt am 18.09.1964 ins Bergische Land zur Verfügung.

 

 

Die für den Kinderspielplatz vorgesehenen Holzspielgeräte werden vom Bürgerverein als ungeeignet befunden. Die Stadt Köln wird gebeten, Leichtmetallbauspielgeräte aufzustellen. Dem Antrag wird stattgegeben, bei einer Selbstbeteiligung des Bürgervereins von DM 2.300,--. Der Betrag wird in kurzer Zeit durch Fühlinger Stifter aufgebracht.

Am 22.11.1964 wird der Spielplatz seiner Bestimmung übergeben.

 

 

1965 Friedhof und Feiern

Auf der Jahreshauptversammlung am 24.01.1965 sprechen sich alle Anwesenden einstimmig für die Erweiterung des Friedhofes aus.

Die Erstellung des Fußgängerweges an der Herzog-Johann-Straße wird begonnen. Der Fußgängerweg Roggendorfer Weg bis Herzog-Johann-Straße wird mit neuer Decke und Bordsteinkante versehen. Ein Bürgersteig (linke Seite der Neusser Landstraße) wird von der Herzog-Johann-Straße bis Ortsausgang Worringen erstellt. Bezgl. der Errichtung einer Bitumenfabrikwird von der Esso AGein Unbedenklichkeitsgutachten eingefordert und auch erstellt.

Auch in diesem Jahre wird goldene Hochzeit gefeiert. Am 27.07.1965 ziehen alle Ortsvereine mit ihrer Abordnung und Musikkapelle zum Jubelpaar Eheleute Eschweiler. Der erste gemütliche Altennachmittagfindet am 03.10.1965 in der Gaststätte „Zur Krone“ statt.

 

1966 Wasserhydranten, Panzersperren und Krankenhaus,

Mit der Ausbesserungder Frostaufbrüche auf der Neusser Landstraße wird begonnen. Peter Weihrauch (Feuerwehr) bemängelt, dass nach Aufschüttung diverser Straßen und Anlegung von Bürgersteigen, die Wasserhydrantenzu tief liegen und durch Teermassen beengt sind. Die Wasserwerke Weiler schaffen Abhilfe.

Der Kampf um die berüchtigten Panzersperrengeht weiter. Die Planung der Industriestraße liegt bis auf den Bereich der ObstplantageGeschwister Frenger fest. Der Bellerkreuzweg (Feldkassel Richtung Merkenich) ist wieder befahrbar. Nach Aufforderung durch den Bürgerverein muss die Firma Ford einen bereits gesetzten Zaun wieder zurücknehmen.

Der weitere Verbleib des Polizeipostens in Fühlingen ist gesichert.

Die Witwe von Peter Harff spendet weiterhin die Kränze zum Volkstrauertag an beiden Denkmälern. Die ESSO-Raffinerie plant eine Kapazitätserweiterung um das 3 ½ fache. Der Bürgerverein nimmt an einer Aussprache und Einsichtnahme teil.

Für den Mennweg wird von Erwin Lenhard ein Briefkasten gefordert, der von der O.P.D im Juli des nächsten Jahres angebracht wird.

Am 03.06.1966 treffen sich die Bürgervereinsvorsitzenden der benachbarten Gemeinden in der Gaststätte Otto (zuletzt Gasthaus Fühlingen). Ziel ist eine Resolution zum Neubau eines Krankenhauses im Kölner Norden in Worringen oder Fühlingen. Einstimmig wurde der BV Fühlingen-Feldkassel mit der Federführung beauftragt. Mit Schreiben vom 07.07.1966 antwortet Oberbürgermeister Theo Burauen dem Vorsitzenden Franz Merheim, im Kölner Norden sei endgültig ein Krankenhaus in Fühlingen vorgesehen, dem ein Ergänzungsneubau in Worringen angegliedert werden soll. Beide Vorhaben stehen jedoch unter dem Vorbehalt der prekären finanziellen Situation der Stadt Köln und des Landes NRW. Besserung für die Bürger sei aber dadurch gegeben, da laufend Fortschritte in den Verkehrsanbindungen eintreten werden, sodass die anderen Krankenhäuser günstiger und schneller zu erreichen sind.

1966 werden die Einheitswerte angepasst. Gem. Beschluss der Mitgliederversammlung weist der Bürgerverein die Finanzbehörden auf die Vielzahl umliegender Industriebetriebe (Ford-Werke, Heizkraftwerk, Bayer-Leverkusen und -Dormagen, Esso-Raffinerie, Glanzstoff-Werke, Erdöl-Chemie und Wacker-Chemie) mit Emissionsausstoß hin; Dies sei bei der Neubewertung der Einheitswerte zu berücksichtigen.

Am 3.09.1966 sind wiederum alle Bürger, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, zu einer Fahrt ins Blaue eingeladen.

 

1967 Mennweg, Bunker und Cognac

Die Bunkerruinen rund um Fühlingen (ehem. Flakstellungen, jetzt Schuttabladeplätze) sollen von den Pionieren in Longerich gesprengt werden.

Am 10.06.1967 wurden die Jubilare der Feuerwehr Christian Zimmer und Andreas Gasper vom Bürgerverein mit 1 Fl. Cognac und Zigarren geehrt. Willi Frömbgen wird neuer Beisitzer.

Der Vorstand nimmt an den Einweihungsfeierlichkeiten des Pfarrheimes teil und überreicht als Geschenk 50 Kaffeegedecke.

Zur „Vorweihnachtlichen Feier“ wurden alle Bürger von Fühlingen und Feldkassel ins Pfarrheim eingeladen. Auf dem Dorfplatz übernimmt die Stadt das Aufstellen eines Christbaumes.

 

1968 Wilde Kippen, Schnellbahn und Regattastrecke

Den Wilden Müllkippen rund um Fühlingen wir der Kampf angesagt. Viele Mitglieder erklären sich bereit, Kontrollgänge durchzuführen. Der Fuhrpark Köln bietet 1x monatlich kostenlose Sperrgutabholung. Die Bürger werden mit Flugblättern informiert. Die Ausgabe von Mitgliederkarten wird beschlossen.

Gegen die Erweiterung um eine Kunststoffverbrennungsanlage bei der Wacker-Chemie wird unter Federführung des BV Neue Stadt protestiert.

Im Oktober nehmen Herren des Bauamtes Stellung zu

  • (Weiter-) führung der Industriestraße
  • Führung einer Ring-Schnellbahn
  • Bau der Regattastrecke sowie
  • Ansiedlung mittelständiger Industrie im Gebiet von Feldkassel.

Der Bürgerverein Neue Stadt hat für Freitag, den 21.03.1969 nach Merkenich eingeladen. Es wird eine Interessengemeinschaft gegründet, die insbesondere die Belange der Bürger im Zusammenhang mit Luftverschmutzung, Lärmbelästigungen sowie von Industrieansiedlungen im Kölner Norden gegenüber der Stadt vertritt. Die Bildung dieser Interessengemeinschaft ist zwingend erforderlich, da dunkle Wolken über dem Kölner Norden aufziehen. Die Stadt Köln beschließt auch für Fühlingen einen neuen Bebauungsplan. Die Reaktionen der Bürger in der zum 23.05.1969 kurzfristig einberufenen Bürgerversammlung gibt der Artikel des Kölner Stadtanzeigers vom 29. Mai treffend wieder.

Nach genau 10 Jahren guter Arbeit für die Fühlinger Bürger, zeichnet sich der erste große Vorstandswechsel ab, da die bisherigen Mitglieder Benno Babich, Franz Merheim und Peter Eichel auf der Jahreshauptversammlung am 9.03.1969 nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Von der Versammlung werden mit ausreichender Mehrheit gewählt: Josef Esser,1.Vorsitzender; Willi Frömbgen,2.Vorsitzender; Heinrich Kürten,Schriftführer; und Werner Marglowski,Kassenführer. Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder werden zu Beisitzern bestellt.

Der Jahresbeitrag wird auf DM 2,-- festgesetzt. Der Bürgerverein zählt zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung 207 Mitglieder.

Von 1969 bis 1978

{index}

Wie bereits in Folge 2 berichtet, hat der Bürgerverein „Neue Stadt“ für Freitag, den 21.03.1969 nach Merkenich eingeladen. Es wird eine Interessengemeinschaft gegründet, die insbesondere die Belange der Bürger im Zusammenhang mit Luftverschmutzung, Lärmbelästigungen sowie von Industrieansied-lungen im Kölner Norden im Focus hat.

1969 Flächennutzungsplan I

Der Rat der Stadt Köln beschließt am 10.Juli, den Flächennutzungsplan 218 für den Planungsbereich Chorweiler einschließlich der Vororte Roggendorf/Thenhoven und Worringen abzuändern. Der abgeänderte Plan sieht vor, die Vororte Fühlingen, Langel, Rheinkassel, Feldkassel, Kasselberg und Merkenich zu verlegen. Dieser Beschluss hat eine heftige Reaktion der betroffenen Einwohner, wie auch darüber hinaus zur Folge. Die Versammlung der Vorstände der Bürgervereine des Kölner Nordens gründet am 22.September ein Aktionskomitee. Den Leitungsvorsitz übernehmen die Herren Simon (BV Neue Stadt) und Klever (BV Merkenich).

Presseveröffentlichungen etc. geben ein Bild der brisanten Stimmung im Kölner Norden wieder.

chronik_3_01.jpg

 

chronik_3_02.jpg

chronik_3_03.jpg

 

1970 Flächennutzungsplan II und Atomkraftwerk

Auch das Jahr 1970 ist geprägt vom „Flächennutzungsplan 218“. Hinzu kommen noch die Ideen am Kölner Rheinufer ein Atomkraftwerk zu bauen. Merkenich und Flittard sind als Standorte im Gespräch.

chronik_3_04.jpg

KStA auszugsweise

 

Am 23. Januar diskutieren die Vertreter der Bürgervereine ihre jüngste Stellungnahme zum F-Plan 218 mit Rat und Verwaltung.

Im Rahmen einer Besichtigung des Kölner Nordens am 23. April äußert NRW Arbeits- und Sozialminister Werner Figgen Unverständnis zu den Umsiedlungsplänen seiner Kölner Ratskollegen. So berichtet es der Kölner Stadtanzeiger am 24. April.

Daneben gibt es auch weitere Probleme, die vom Fühlinger Bürgerverein angegangen werden. Am 22. Januar besuchen die Herren Josef Esser, Matthias Thönnissen und  Heinrich Kürten die Wacker-Chemie wegen Erweiterung der Anlagen und Produktionsstätten. Mit Schreiben vom 26. Juni lädt der Regierungspräsident zur Erörterung eines Vorhabens der Fa. Bayer Dormagen ein. Die Anlage wird am 15. September genehmigt.

Die Jahreshauptversammlung am 05. März in der Gaststätte Otto bringt einen weiteren Wechsel im Vorstand. Heinrich Kürten scheidet als Schriftführer aus. Die Mitgliederversammlung wählt Willi Hüsch zum neuen Schriftführer. Die weiteren Vorstandsmitglieder werden einstimmig wiedergewählt. Auch der F-Plan 218 ist weiterhin ein Thema und wird mit der anwesenden Stadtverordneten Maria Müller (CDU) ausgiebig diskutiert.

Von der Schreinerei Lemm wird ein Aushangkasten gestiftet. Eine Zusammenkunft von Feuerwehr, Junggesellen-, Schützen- Sport- und Bürgerverein am 06. April berät über die Aktivitäten und finanzielle Aufwände für die 3 goldenen Hochzeiten in diesem Jahr.

Mit Schreiben vom 26. Oktober erinnert der Bürgerverein die Stadt zum wiederholten Male an die Beseitigung des 1945 gesprengten Bunkers am Blumenbergsweg, da der Abfallberg hier seit Jahren anwächst und vielerlei Ungeziefer anzieht. Eine Zuständigkeit konnte bisher nicht ermittelt werden. Die Stadt Köln stellt auch in diesem Jahr einen Weihnachtsbaum inkl. Illumination auf.

 

1971 Flächennutzungsplan III

Auch in 1971 stehen 2 goldene Hochzeiten an. Die erste Vorstandssitzung des Jahres am 2. Februar befasst sich mit der Umlegung des Ortes Feldkassel.

 

Wesentlicher Diskussionspunkt der Jahreshauptversammlung am 21. März betrifft die Veränderungssperre auf Grund des neuen Flächennutzungsplans. Es wird festgestellt, dass der Plan vermögensmindernde Wirkung hat. Zwei Jahre leben die Fühlinger, wie auch weitere Dörfer in Ungewissheit, sodass ausgehend vom Merkenicher Bürgerverein der Stadt ein Ultimatum bis Mitte Juni gestellt wird. Sollte bis dahin keine Klarheit geschehen, wird mit Kind und Kegel zum Rathaus marschiert.

Die Ankündigung eines Protestmarsches zum Kölner Rathaus hat die stadtkölnische Administration dann auf Trab gebracht. Die Bürgervereine werden Ende Juni zu einem Hearing ins Kölner Rathaus eingeladen, welches jedoch enttäuschend verläuft. Am 09. August tagen die Bürgervereine des Kölner Norden im Jugendheim in Fühlingen um den Protestmarsch auszuarbeiten, da das Vertrauen in die Redlichkeit der Stadt Köln nachhaltig geschwunden ist.

chronik_3_05.jpg

Am 02. September wird in einer geordneten und eindrucksvollen Demonstration der Bürgerwille deutlich gemacht. Alleine aus Fühlingen hatten sich über 500 Teilnehmer angesagt.

 

  chronik_3_06.jpgchronik_3_07.jpg

 

 

  chronik_3_08.jpg chronik_3_09.jpg

 

Dieser massive Bürgerprotest des Kölner Nordens führt bei der Stadt Köln zu einem Einlenken. Der F-Plan 218 wird zu den Akten gelegt.

1972 neuer Plan

Die Stadt Köln hat neue Bebauungspläne zur Ansiedlung von Industrie ausgearbeitet. Die Bürgervereine legen daraus abgeleitet einen Eigenvorschlag vor, der am 16. März der Öffentlichkeit im Tabor-saal vorgestellt wird. Die Jahreshauptversammlung am 19. März wählt Willi Frömbgen zum 1. Vorsitzenden, da Josef Esser aus privaten Gründen nicht mehr für eine erneute Kandidatur zur Verfügung steht. Neu in den Vorstand wird Paul Esser (2. Vorsitzender) gewählt.

Der neue Vorstand veranlasst die Aufstellung mehrere Ruhebänke im Bereich Friedhof/Fühlinger See. Die Vorstandssitzung am 27. Mai beschließt die Teilnahme an 2 goldenen Hochzeiten in diesem Jahr. Hinsichtlich der nicht zulässigen Befahrung der Kriegerhofstraße mit Kieslastern wird die Stadt um Kontrolle und Abhilfe gebeten.

 

1973 Feldkassel, Fußball

Die Mitgliederversammlung beschließt am 11. März, beim Garten- und Friedhofsamt die Umsetzung des Kriegerdenkmals Feldkassel nach Fühlingen zu beantragen. 1. und 2. Vorsitzender stehen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Eine außerordentliche Hauptversammlung wird auf den 15. April terminiert. Willi Frömbgen bittet die Anwohner der Arenz- und Kriegerhofstraße ihre Abwässer nicht über die Straßenrinnsteine zu entsorgen. Da Fühlingen jetzt sogar erweitert werden soll, wird der Kanalanschluss wieder akut. Entsprechende Schreiben gehen an das Amt für Stadtentwässerung. Die außerordentliche Versammlung am 15. April wählt die bisherigen beiden Vorsitzenden erneut. Die Zukunft des Mennweges soll bei der Stadt thematisiert werden.

Am 27. Mai nimmt der Bürgerverein erstmals am Fußballturnier der Ortsvereine teil.

chronik_3_10.jpg

Vorstand und Beisitzer mit Verstärkung

chronik_3_11.jpg  chronik_3_12.jpgchronik_3_13.jpg

 

Zu den ernsten Themen.

Da die Schule in Fühlingen mittlerweile geschlossen ist, wird beantragt, die Ampelanlage in die Ortsmitte zu verlegen. Der Vorstand beschließt am 28. November Einspruch gegen den Neubau einer Raffinerie-Anlage der Esso einzulegen. Die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Mennweg soll kontrolliert werden.

 

1974 Esso-Chemie, Frauen an die Front

Gegen die Erweiterung der Esso-Chemie Werke wird am 09. Februar Einspruch beim Regierungspräsidenten eingelegt. Die ansteigende Unfallgefahr im Verlauf der verengten Fahrbahn Kriegerhofstraße/Arenzhofstraße wird bei der Stadt zu Protokoll gebracht. Danach werden auf der Kriegerhofstraße Haltverbotsschilder aufgestellt. In diesem Jahr steht die erste diamantene Hochzeit an. Die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten laufen.

Auf der Hauptversammlung übernimmt Paul Esser den Vorsitz von Willi Frömbgen. Die Frage, ob nach der Kanalisierung von Fühlingen ein Hausanschluss zwingend ist, wird mit ja beantwortet. Für den Mennweg wird ein Bebauungsplan verlangt. Lt. Frau Müller (CDU) gibt es für den Mennweg keinen solchen Plan, die Stadt Köln habe ein Vorkaufsrecht.  Erstmals findet am 11. und 12. Mai ein Tag der offenen Tür statt. Der Vorstand beschließt am 05. Juli die Stadt aufzufordern, einen Bolzplatz zu errichten. Es wird erstmals vorgeschlagen, für die Besetzung der Beisitzer-Position Frauen anzusprechen. Die Bunkeranlagen am Fühlinger Kirchweg werden als wilde Müllkippe genutzt. Die Stadt wird aufgefordert, Abhilfe zu schaffen

Am 15. November wird erstmals eine Versammlung für Jugendliche durchgeführt.

 

1975 Schulkinder am Mennweg

In diesem Jahr sollen die Arbeiten für die Kanalisation beginnen. Die Jahreshauptversammlung am 23. März beschließt eine Beitragserhöhung von 2,00 auf 3,00 DM.

Die Sicherheit des Schulweges am Mennweg muss erhöht werden. 20 Kinder kreuzen die Neusser Landstraße, die an dieser Stelle keine Geschwindigkeitsbegrenzung ausweist. Die Ortsausgangschilder werden daher bis hinter die KVB Haltestellen verlegt.

Das Kriegerdenkmal Feldkassel ist zum Ende des Jahres umgezogen. Neuer Standort ist die Wiesenfläche hinter der Kirche Richtung Friedhof.

 

1976 Kindergarten, historische Straßen

Jahreshauptversammlung vom 21. Mai: Der Grasweg wird nach Forderung des BV zur Einbahnstraße umgewidmet. Die Ecke Grasweg/Arenzhofstraße soll auf Wunsch von Herrn Weintz entschärft werden. Friedhofserweiterung ist angedacht. Der Kindergartenbetrieb im Jugendheim wird mangels ausreichender Anzahl (20 Kinder) vom Pfarramt eingestellt, da die Stadt Zuschüsse erst ab 24 Kinder gewährt. Der Bau der Kanalisation beginnt.

In der Vorstandssitzung vom 28. Mai wird festgehalten, dass ein Bebauungsplan für den Bereich Neußer Landstraße von der alten Schule bis Haus Fühlingen aufgelegt wird. Zum Kanalbau wird festgehalten, dass bei den historischen Straßen - dies sind Neusser Landstraße von der Kirche bis zur Arenzhofstraße, die Arenzhofstraße selbst und die Kriegerhofstraße - keine Baukosten anfallen werden.

Für die Fühlinger Kinder sind jetzt Plätze im Chorweiler Kindergarten reserviert. Zum Thema Beförderung der Schulkinder nach Schließung der Fühlinger Volksschule gibt es noch keine Zusagen. Der Bau des Nordstadtkrankenhauses ist um 15 Jahre verschoben, bis die Stadterweiterung abgeschlossen ist.

In der Sitzung vom 03. November wird verkündet, dass der Verein einen weiteren Schaukasten im neuen Bürgerhaus in Chorweiler erhält.

Am 19. Dezember findet auch diesmal wie jedes Jahr bisher die Weihnachtsfeier für Senioren statt. Die Frauen erhalten eine Flasche 4711, die Männer 1 Flasche Korn.

 

1977 Fühlinger Kirchweg

In der Sitzung vom 07. März wird festgehalten, dass der Fühlinger Kirchweg (heute: Am Kutzpfädchen), der direkte Weg nach Rheinkassel, total gesperrt wurde. Die Stadt wird um Aufklärung gebeten und gibt zu Protokoll, dass dies im Rahmen der Vorarbeiten für das vorgesehene Gewerbegebiet geschehen sei.

Die Hauptversammlung am 25. März verläuft ohne Besonderheiten. Weitere Sitzungen finden in diesem Jahr nicht statt.

 

1978 Kanalbau, neue Häuser

Die außerordentliche Mitgliederversammlung am 11. Januar in der Gaststätte Otto ist als Informationsveranstaltung zusammen mit der Stadt Köln hinsichtlich Hausanschlüsse, Straßenbaukosten, weitere Gebühren, Ermäßigungen etc. angelegt und geht über 4 Stunden.

In der Jahreshauptversammlung am 24. Februar in der Dorfschänke wird bekanntgegeben, dass die Stadt Köln Grundstücke in den freien Verkauf gibt.

Der Friedhof soll 1980 erweitert werden.

Von 1979 bis 1986

{index}

1979 Bolzplatz, Fußgängerampel

Die erste Vorstandssitzung des Jahres am 14. März dient im Wesentlichen der Vorbereitung der Jahreshauptversammlung. Die Stadt Köln wird kontaktiert zwecks Behebung diverser Schäden an Straßen und Bürgersteigen.

Die Erweiterung des Friedhofes wird bei der Stadt angemahnt. Die Voraussetzungen für einen größeren Friedhof sind mit Leichenhalle, Tiefkühlvorrichtung und ausreichend Ländereien vorhanden.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 27. April wird angeregt, einen Glascontainer zu installieren und einen Sperrmülldienst einzurichten. Die Erstellung des Bolzplatzes wird zum wiederholten Male bei der Stadt angemahnt. Die Postzustellung in Fühlingen wird beanstandet. Das Pfarrheim soll der Jugend zugänglich gemacht werden. Es wird angeregt, eine Fußgängerampel in Höhe Gaststätte Otto zu beantragen.

Am 06. August nehmen über 600 Teilnehmer aus dem Kölner Norden die Gelegenheit der Bürgeranhörung zum neuen Flächennutzungsplan in der Gesamtschule Merianstraße wahr. Der Kriegerhof ist nach einem Großbrand teilweise baufällig.

Das Vorstandsmitglied Hans Lätsch verstirbt in diesem Jahr. Annemarie Blömer übernimmt bis zur nächsten Jahreshauptversammlung die Position der Kassiererin. Der Vorsitzende Paul Esser schlägt die Aktion „Verschönerung von Fühlingen“ vor. Der Vorschlag einzelner Mitglieder, eine „Interessengemeinschaft Fühlinger Ortsvereine“ zu gründen, findet im Vorstand keine Zustimmung.

 

1980 alte Schule, Industriestraße

Anfang des Jahres findet eine Zusammenkunft des Vorstandes mit Vertretern von SPD, CDU und FDP des Rates der Stadt und Bezirksvorsteher Wolfgang Klee statt. Themen sind Friedhofserweiterung, Verlegung der geplanten Industriestraße (Ortsumgehung) Richtung Rheinkassel und damit Erhalt des Ortsteils Mennweg, Nutzung der alten Schule durch die Vereine. Nutzungsvorschläge hierzu liegen vor: technisches Museum der Feuerwehr oder Bürgerhaus.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 29. Februar wird Annemarie Blömer einstimmig zur Kassiererin bestellt. Josef Abel beanstandet, dass die Arenzhofstraße bei Regenfällen versandet.

In der Vorstandssitzung werden Planungen der Stadtverwaltung diskutiert wie Stilllegung der Neusser Landstraße Richtung Worringen, Erweiterung des Worringer Hafens, Planung eines Kohlekraftwerks im Langeler Holz, Erschließung des Industriegebietes, Ersatz des Schützenplatzes hinter der Volksschule durch einen Zentralplatz hinter Haus Fühlingen.

Die Friedhofsmauer wird repariert, die Leichenhalle erhält eine neue Bestuhlung und einen neuen Außenanstrich. Die Pläne des Bürgervereins zur Verschönerung von Fühlingen hat der Rat der Stadt Köln angenommen.

 

1981

Am 28. August wird die Aktionsgemeinschaft der Bürgervereine nach 10 Jahren erneut aktiv und trifft sich im Pfarrheim in Fühlingen um gegen den neuen Flächennutzungsplan und damit gegen neue Industrie, Kraftwerk und den Hafen mobil zu machen. Hierfür wird jeder Bürgerverein verpflichtet, im eigenen Ortsteil 10 Leserbriefe mit dem Motto „Der Norden soll verplant werden. Dagegen müssen wir uns wehren!“ auf den Weg zu bringen. Mit dem Fokus, das rein parteipolitisch bestimmte Abstimmverhalten des Rates der Stadt anzuprangern.

Auf den Ortsschildern Worringen, Roggendorf, Merkenich wird der Name „Köln“ überpinselt. (Kölner Stadtanzeiger vom 3.11.1981)

 

1982 Freizeitpark und Müllverbrennungsanlage

Auf Initiative von Paul Esser hat sich Anfang des Jahres die Stadtsparkasse Köln bereit erklärt ihren Schaukasten Neusser Landstraße Ecke Schmiedhofsweg dem Bürgerverein zur Verfügung zu stellen. Heute (2019) erfolgt Nutzung durch den Sportverein.

Auf Betreiben des Bürgervereins finden verstärkt Geschwindigkeitsprüfungen auf der Neusser Landstraße durch die Polizei statt.

Die Mitgliederversammlung vom 5. Februar stimmt einer Beitragserhöhung von DM 3,-- auf DM 5,-- pro Jahr zu.

Im Rahmen des Projektes „Verschönerung von Fühlingen“ hat die Stadt die Planungen für 2 Dorfplätze abgeschlossen. Die Fertigstellung wird jedoch wegen fehlender Geldmittel bis 1986 zurückgestellt.

In die Räumlichkeiten der alten Volksschule ist auf Betreiben von Karl-Heinz Ratajek und Hans-Josef Weihrauch der Sportverein eingezogen.

Ausgelöst durch Pressemitteilungen zum „50 Millionen-Projekt um Haus Fühlingen“ wird zum 01. September eine außerordentliche Mitgliederversammlung in die Gaststätte OTTO einberufen.

chronik_4_1.jpg

 

chronik_4_2.jpg

Ende des Jahres wird das Thema „Errichtung einer Müllverbrennungsanlage“ auf dem Gelände der ehem. Glanzstoff AG erstmals zur Diskussion gestellt. Die Bürgervereine Longerich und Fühlingen werden Widerspruch einlegen.

Die Kanalbaumaßnahmen auf der Kriegerhofstraße und dem Schmiedhofsweg werden abgeschlossen.

 

1983 Erdgas und Kanäle

Die anstehende Errichtung der Müllverbrennungsanlage bis 1990 ist das dominierende Thema der Jahreshauptversammlung am 11. März in der Gaststätte „Dorfschänke“.

Kanalbau- wie auch Straßenbaumaßnahmen auf der Arenzhofstraße stehen vor dem Abschluss.

Am 30.Juni informieren die GEW über Möglichkeiten der Erdgasanwendung, Planungsstand, Anschlusskostensonderregelung im Rahmen einer Bürgerversammlung in der „Dorfschänke“.

 

1984 Kabelfernsehen

Die Jahreshauptversammlung am 10. Februar in der Gaststätte OTTO hat neue Themen wie Kabelfernsehen in Fühlingen, Mülltonnen auf Rädern und einen neue Warnsirene. Ansonsten ist 1984 wie auch 1985 ein ereignisloses Jahr. Der Vorstand tagt nur noch vereinzelt.

 

1986 Hafenplanung Worringen

Die Jahreshauptversammlung am 24. Januar in der Dorfschänke befasst sich im Wesentlichen mit dem Thema Containerhafen in Worringen. Ökologische Gründe sprechen dagegen (Rheinaue wird zerstört), Verkehrsanbindung des Hafens (Straße und Schienen) belasten Worringen und Fühlingen extrem. Ansässige Industrie will den Hafen nicht. Zusätzliche Arbeitsplätze 500.

Der Festplatz Fühlingen wird im Bebauungsplan rechtlich abgesichert. Die Wasserschutzzone Weiler wird Richtung Fühlingen erweitert.

Die häufig von Hochwasser überfluteten Uferwege des Fühlinger Sees werden höhergelegt. Paul Esser ist als 1. Vorsitzender zurückgetreten. Die Situation für Kinder im Vorschulalter ist angespannt.

chronik_4_3.jpg

Der neue Beisitzer Hans-Josef Weihrauch hat dem Vorstand seine Vorstellungen zur Neuausrichtung des Bürgervereins übermittelt, die in der Vorstandssitzung am 11. Dezember weiter ausgearbeitet werden.

 

Ergebnis der Verkehrszählung vom 19.12.

chronik_4_4.jpg

Von 1992 bis 2005

{index}

1992 Giftmülllager, Hubschrauberflüge, Tempo 30

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 24. Januar legt Hans-Josef Weihrauch aus beruflichen Gründen den Vorsitz nieder, bleibt als stv. Kassierer weiterhin Vorstandsmitglied. Josef Esser scheidet aus Altersgründen aus dem Vorstand aus. Adalbert Fischer wird einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Die Verhandlungen mit der Stadtsparkasse Köln zur Beibehaltung der Zweigstelle Fühlingen bleiben erfolglos. Der Vandalismus auf dem Spielplatz wird kurzzeitig zum Problem.

An den neuen Stichstraßen rechts und links der Neusser Landstraße werden die Einfahrten besser gekennzeichnet und Hinweise auf die Anwohnerhausnummern angebracht.

1.jpg

Zum Thema Giftmüll-Zwischenlager der Fa. Buchen am Fühlinger See beteiligen wir uns an der öffentlichen Anhörung im Bürgerzentrum Chorweiler am 27.Januar.

Gegen die Häufung der Hubschrauberüberflüge des belgischen Militärs (Standort Butzweilerhof) legen wir beim Regierungspräsidenten Protest ein.

In Sachen Umwelt wird in Verbindung mit der Umweltschutzgruppe der Heinrich-Böll-Gesamtschule sowie der Volkshochschule die Aktion „Freizeit und Natur am Fühlinger See“ gestartet.

Wir machen uns dafür stark, dass in ganz Fühlingen Tempo 30 eingeführt wird.

Der neugegründete Bürgerverein „Leben in Blumenberg e.V.“ nimmt Kontakt zu uns auf.

Eine von uns geforderte verbesserte Beleuchtung von Roggendorfer und Kasseler Weg kann von der Stadt Köln mangels finanzieller Mittel vorerst nicht umgesetzt werden.

Am 31.Oktober veranstalten wir in der Dorfschänke eine Disco und am 21. November ein Billardturnier für die Jugend.

Ende des 20. Jahrhunderts aufkommenden Tendenzen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen Bürger- und Sportverein bereits früh ein Zeichen entgegen.

2.jpg

 

Am 4. Dezember findet die 3. Tupp-Meisterschaft im Germaniasaal statt. Preisgelder werden in Höhe von DM 1.000,-- ausgelobt, überwiegend gesponsert von der Gardebrauerei Dormagen und der Volksbank Köln-Nord.

 

1993 Sparfüchse, Kindergarten

Allenthalben hört man, dass die Kosten steigen. Gute Ideen sind gefragt. Eine ist, den Jahresbeitrag von DM 10,-- jeweils für 2 Jahre zu erheben. Das spart Bankgebühren in Höhe von DM 180,-- und bringt zusätzlich Zinseinnahmen. Die Mitglieder ziehen mit.

Der Baubeginn des Kindergartens ist weiter offen. Es gibt hierzu unterschiedliche Aussagen des Bauträgers (Pfarre), der Stadt Köln und des Landschaftsverbandes. In einer Notiz vom 11. Januar liest man hierzu: „Gottes Bodenpersonal hält sich auch nicht immer an die 10 Gebote!“

Am 6. Februar veranstalten wir den ersten Kostümball im Germaniasaal.

Der Bürgerverein begrüßt die Ankündigung der Stadt Köln, ungenutzte Flächen des ehemaligen Esso-Geländes als Industriegebiet zu nutzen. Wir stellen jedoch die Forderung an die Stadt Köln, eine Umweltverträglichkeit für den kompletten Kölner Norden zu erstellen, sowie eine direkte Zufahrt von der Industriestraße auf das Gelände einzurichten und eine Anbindung an das Schienennetz für den Transport von Gefahrgütern sicherzustellen.

Mit Schreiben vom 13. Mai teilt die Stadt Köln uns zum Thema Kita mit, dass die Kirche vom Kauf des Grundstückes Roggendorfer Weg wegen überhöhter Preisforderung der Stadt zurückgetreten ist.

Die Neugestaltung des Dorfplatzes (vor ehem. Volksbank, heute Bestattungen Schwarz-Schäferhoff) wird in Angriff genommen. Der Weihnachtsbaum kann dort weiterhin jährlich aufgestellt werden.

Der Feldblumenweg wird als Spielstraße deklariert.

Im Bereich Herzog Johann Straße Ecke Roggendorfer Weg werden Abfallcontainer platziert.

Die Stadt Köln prüft die Errichtung von mobilen Wohneinheiten am Roggendorfer Weg Ecke Herzog-Johann-Straße zur Unterbringung von Asylbewerbern. Die Info-Veranstaltung der Stadt am 27. Oktober im Germaniasaal nehmen 185 Teilnehmer wahr. Pro und Contra halten sich die Waage.

Der Vorstand nimmt im Laufe des Jahres an mehreren Informationsveranstaltungen bezgl. der geplanten Müllverbrennungsanlage teil.

 

1994 Grundbesitzabgaben, Kanalbau, Gewerbegebiet Langel

3.jpg

Kölnische Rundschau September 1994

Im Februar gibt der Bürgerverein den Fühlinger Bürgerinnen und Bürgern Hilfestellung bei der Einlegung von Widersprüchen gegen die Gebührenrechnung bezgl. der Grundbesitzabgaben 1994.

Der von uns geforderte Zebrastreifen im Bereich der Kreuzung Neusser Landstraße/Arenzhofstraße wird abschlägig beschieden, da die erforderliche Fußgängerfrequenz von 100 Personen in den Spitzenzeiten nicht erreicht wird.

Mitte des Jahres häufen sich Wasserrohrbrüche in Fühlingen und im Kölner Norden insgesamt. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die Schäden nur bei Kupferrohrleitungen auftreten, die in einem begrenzten Zeitraum verarbeitet wurden.

Der Bebauungsplan zum neuen Gewerbegebiet Langel liegt vor. Der Bürgerverein teilt dem Rat der Stadt Köln seine Bedenken und Anregungen zum Verlauf der zu verlängernden Industriestraße vor. Die Bürgerinnen und Bürger werden umfassend informiert.

Kanalbaumaßnahmen (Gesamtkosten ca. 3 Millionen DM) auf der Grafen-von-Berg-Straße beginnen.

Am 26.November stellen wir den Weihnachtsbaum erstmals zusammen mit allen Ortsvereinen auf. Die Fühlinger Bevölkerung wird dabei mit Waffeln, Reibekuchen, Bier und Glühwein umfassend versorgt.

 

1995 Erbeinsetzung, Müllverbrennung, Rewe

4.jpg

Im Februar lädt der Bürgerverein im Auftrag der Eheleute Katharina und Karl Kirch, die am Mennweg 150 b wohnen, zur Feier ihrer „Diamanten Hochzeit“ in den Germaniasaal der Gaststätte Otto ein. Im Rahmen dieser Feier gibt Karl Kirch bekannt, dass die Eheleute Kirch von der Arbeit des Bürgervereins in den letzten Jahren so tief überzeugt wurden, dass beide sich entschlossen hätten, den Verein zum alleinigen Erben zu benennen. Als Testamentsvollstrecker setzen sie die Vorstandsmitglieder Adalbert Fischer und Hans-Josef Weihrauch ein. Die Eheleute Kirch ordnen ausdrücklich an, dass die Erträgnisse des Vermögens ausschließlich verwendet werden dürfen zur Stärkung des Gemeinschaftssinns in Fühlingen insbesondere für die Alten- und Jugendarbeit.

Die Eheleute Kirch sind auf dem Friedhof in Fühlingen beerdigt. Die Grabpflege übernimmt der Bürgerverein.

Die Jahreshauptversammlung vom 15. Februar beschließt einstimmig eine Satzungsänderung (Vereinszweck) zur Erlangung der Gemeinnützigkeit.

Das Jahr 1995 ist geprägt von diversen Aktionen gegen die Müllverbrennungsanlage Köln-Niehl, die von KIMM (Kölner Interessengemeinschaft Müllvermeidung statt Müllverbrennung) sowie der Bürgerinitiative „Wohnen und Umwelt“ Kölner Norden e.V. initiiert werden.

Am 16. Juni wird bekannt, dass der Rewe-Konzern 200.000 qm Gewerbegebiet in Köln Langel erworben hat. Es muss damit gerechnet werden, dass täglich 200 LKW im Einsatz sind und 400 Touren gefahren werden. Der Bürgerverein bemüht sich um weitere Informationen.

 

1996 Tempo 30, Karneval, Volksbank Köln-Nord

Eine verstärkte Überwachung des Tempolimits (30 km) auf der Neusser Landstraße durch die Polizei zeigt erste Erfolge.

Karnevalssonntag wird ein karnevalistisches Treiben mit Tanz und kleinen Überraschungen für die Kinder im Germaniasaal durchgeführt. Die Veranstaltung findet reges Interesse und ein positives Echo in der Bevölkerung.

Der fehlende Bürgersteig an der Kriegerhofstraße bis Höhe Kasseler Weg ist fertiggestellt.

Der Verbleib der Volksbank Köln-Nord in Fühlingen kann nicht erreicht werden. Ausschlaggebend sind wirtschaftliche Gründe.

 

1997

Die Situation in diesem Jahr gibt das nachstehende Interview des Stadtanzeigers mit unserem Vorsitzenden Adalbert Fischer wieder.

5.jpg

Eine Reihe von örtlichen Verkehrs- und Umweltthemen wird behandelt.

Darüber hinaus gibt es erste Anregungen zum Hochwasserschutz. Eine Bürgerinformation wird auf den 13. Januar 1998 im Pfarrheim in Rheinkassel terminiert.

 

1998 LKW, Chemie

Aufgrund der weiteren Zunahme des LKW-Verkehrs drängt der Bürgerverein mit Nachdruck auf den Bau der Ortsumgehung Fühlingen.

Diverse Veranstaltungen der Chemischen und Mineralölverarbeitenden Industrien werden besucht. Diese beginnen auf Drängen des Bürgervereins mit der Verteilung von Notfall-Broschüren.

Dem Antrag des Bürgervereins an die Stadt über die Aufstellung von Ruhebänken im Bereich Kirche und Fühlinger See wird stattgegeben.

 

1999 Verkehrszählung

Die Jahreshauptversammlung am 10. März stimmt die anwesenden Mitglieder auf das 40 jährige Vereinsjubiläum im nächsten Jahr ein.

Eine neuerliche Verkehrszählung auf der Neusser Landstraße am 21. Mai ergibt für die Zeitspanne 07:00 – 21:00 Uhr ein Verkehrsaufkommen von 15.236 Einheiten. Davon 62 Müll-LKWS und 88 Gefahrguttransporte.

 

2000 40 Jahre Bürgerverein

6.jpg

Wir laden am 30. April zum Tanz in den Mai in den Germaniasaal ein.


In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler wird festgestellt, dass die Umgehungsstraße von der Liste der landespolitischen Straßenbaumittel gestrichen wurde. Hintergrund ist, dass der Erwerb hierfür benötigter Privatgrundstücke mittelfristig nicht zustande kommt.

Am 28. Mai feiert der Verein unter großer Beteiligung der Fühlinger Bevölkerung und Vereine sein 40 jähriges Vereinsjubiläum auf dem Festplatz.

Der Gewinn von knapp 6.000 DM wird mit Ortsvereinen und Pfarre geteilt.

Für Gefahrguttransporte wird die Einfahrt nach Fühlingen gesperrt.

Die Einrichtung von Urnengräbern auf dem Fühlinger Friedhof findet bei den Bürgern noch wenig Gehör.

Alle Bürgeranträge zur Bebauung des Heinrichshofweges werden von der Stadt abgewiesen.

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet am 28.September über erste Anträge zur Einrichtung eines Kreisverkehrs am Mennweg.

  

2001 Jahreshauptversammlung und Weihnachten

Die Jahreshauptversammlung findet diesmal am 30. Mai in der Gaststätte Otto statt. Es nehmen 46 Mitglieder sowie diverse Ratsmitglieder und Bezirksvertreter teil.

Ein bunter Strauß von Problemen wird diskutiert: Fußgänger Überweg Neusser Landstraße an der KVB Haltestelle Ortsausgang Richtung Worringen, Kunststoffcontainer für Arenzhofstraße, überfüllte Müllringe am Fühlinger See, Camper auf dem Parkplatz Kasseler Weg, Rattenbefall, verschmutzte Toiletten am Fühlinger See, Wachdienste bei Ruderregatten nehmen ihre Aufgaben nicht wahr, zugeparkte Grünstreifen an der Neusser Landstraße Höhe Aqualand, 30 km Zone Neusser Landstraße, Forderung nach einer Ampelanlage Mennweg / Kreuzung Neusser Landstraße, Umgehungsstraße, Radweg am Mennweg, was passiert mit Haus Fühlingen?

Das Jahr endet wie immer mit der obligatorischen Vorweihnachtsfeier für Senioren.

 

2002 Sportheim und Umgehungsstraße

Der Bürgerverein beteiligt sich mit einer Spende von 1250,-- DM an der Errichtung des Vereinsheimes des SV Fühlingen-Chorweiler. Vertreter des Bürgervereins nehmen an der offiziellen Eröffnung am 26. April teil.

Am 8. Mai findet die Jahreshauptversammlung statt.

Diverse Straßenbeläge im Ort werden saniert, eine wiederholte Überwachung des Tempolimits 30 auf der Neusser Landstraße durch die Ordnungsbehörden erfolgt.

Der Bebauungsplan für die Umgehungsstraße muss geändert werden, da die bisherige Trasse durch Überschwemmungsgebiet führt. Der Baubeginn verzögert sich daher weiter.

Am 1. Dezember findet erstmals eine Nikolausfeier für die Kleinsten im Germaniasaal statt.

 

2003 Hochwasserschutz und Gewerbegebiet Langel

Die Stadt Köln informiert über Hochwasserschutzmaßnahmen.

Die Jahreshauptversammlung findet am 2. Juli statt. Es werden mehrere Probleme in Bezug auf die Verkehrssicherheit diverser Straßen thematisiert.

Die Information kursiert, dass der Verkauf von Haus Fühlingen für 1,-- € kurz vor dem Abschluss steht.

Auf unsere Veranlassung wird im Bereich der Schulbushaltestelle Herzog-Johann-Straße ein Haltverbot eingerichtet.

Das städtebauliche Planungskonzept zum Gewerbegebiet Langel wird zum 5. Mal geändert und vom 22. bis 26. September im Bezirksrathaus Chorweiler offengelegt. Der Bürgerverein formuliert einen Einspruch insbesondere wegen eines zu hohen Lärmpegels.

Der Bürgerverein wird Mitglied im „Förderverein Fühlinger See“.

 

2004 Internetauftritt

Der Bürgerverein ist seit Mitte des Jahres mit einem eigenen Internetauftritt am Start.

 

2005 LKW-Maut

Auf der Jahreshauptversammlung am 24. November wird festgehalten, dass die Einführung der „LKW-Maut“ zu einer starken Zunahme des LKW-Verkehrs in Fühlingen geführt hat. Ein mit der Bezirksvertretung gemeinsam formulierter Dringlichkeitsantrag an die Verwaltung wird gestellt.

7.jpg

Zum neu geplanten Hochwasserschutz gibt der Verein seine erste Stellungnahme ab. Im Wesentlichen sind dies Fragen zur Situation der Anwohner am Mennweg, zur Herstellung der Umgehungsstraße und Ausgleichsflächen. Die Bedenken der betroffenen Landwirte fließen ebenfalls mit ein.

Von 2006 bis 2017

{index}

2006 - 2013 Haus Fühlingen, BAFF, Rewe, Rücktritte

Zwischen 2006 – 2013 kommen die Aktivitäten des Bürgervereins nach und nach zum Erliegen.

2006 beginnt mit einer überraschenden Nachricht, „Investor saniert Haus Fühlingen“. Eine Nachricht, die sich jedoch wie so oft, wieder verflüchtigt.

Auf Einladung des Bürgervereins treffen sich im Vereinsheim des Sportvereins am 22. Februar Vertreter aller Ortsvereine mit diversen Politikern zu den Themen: Verkehrsbelastung der Schulwege und Verstärkung der Polizeipräsenz dort. Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr von 18.oo – 01:00, Ausgleichmaßnahmen w. Lärmbelästigungen Rewe-Zentrallager, Fertigstellung des Sportplatzes und Kanalbaumaßnahmen am Mennweg.

Der Bürgerverein führt nochmal eine „Putzmunter“ Aktion durch.

Neben dem Bürgerverein bildet sich 2007 zum Thema Verkehr in Fühlingen die Bürgerinitiative „BAFF“ (Bürgerinitiative Anliegerstraße für Fühlingen), die am 23. März 2007 eine Osterdemo mit Kinderfest auf dem Vorplatz „Gasthaus Fühlingen“ durchführt. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Bürgerverein am 12.Juni wird das Verhältnis zu BAFF ausführlich diskutiert. Am 11.Dezember findet die Jahreshauptversammlung statt.

In 2008 legt die langjährige Kassiererin Eva-Maria Mülfarth ihr Amt nieder. In der Jahreshauptversammlung im Dezember geht man im Jahresbericht im Wesentlichen nur noch auf Einzelvorhaben „Straßenrenovierungen“ ein. In der Vereinsarbeit zeigen sich Ermüdungstendenzen. Neben der geringen Zahl (2) an Vorstandssitzungen in diesem Jahr ist auch der schlechte Besuch der Jahreshauptversammlung (32 Teilnehmer) ein Alarmzeichen.

Das große Thema, Bau eines Zentrallagers bringt dann in 2009 nochmal kurzfristigen Auftrieb. BAFF und der Bürgerverein arbeiten zusammen.

Im Mai 2009 verstirbt der stv. Vorsitzende Hans-Georg Otto und in 2010 legt Schriftführer Willi Hüsch sein Amt nieder.

Ein Aufruf des 1. Vorsitzende Adalbert Fischer an die Fühlinger Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit ist nicht von Erfolg gekrönt.

Ab 2011 gibt es keinen legitimierten Vorstand mehr, da eine Jahreshauptversammlung letztmalig am 2. Dezember 2008 stattfindet, die den Vorstand für die üblichen 2 Jahre bis 2010 bestellt.

Adalbert Fischer hat dann kommissarisch, insbesondere die Verwaltungstätigkeiten im Rahmen der weiterhin laufenden Finanzgeschäfte, geführt.

2014 Erste Ideen für einen Neubeginn

Im Frühjahr des Jahres 2014 entwickelt Christoph Weihrauch die Idee für eine Internetplattform für Fühlingen, dessen Bürger und seine Vereine. Um darüber das gesellschaftliche Leben im Ort wieder zu intensivieren, kommt es daraufhin auf Initiative von Hans-Josef Weihrauch am 14.08.2014 zu einem ersten Gespräch mit Anton Harff, Adalbert Fischer, Horst Klinkenberg und Matthias Weber.

Man kommt zu dem Ergebnis, die Idee weiter zu entwickeln und vorab die Wünsche und Anregungen der Fühlinger einzuholen. Das Ergebnis der Internetumfrage wird im Februar 2015 publik gemacht.

1ideen

2015 Der Neuanfang, Info und Flüchtlinge

Um das weitere Vorgehen zu bereden, trifft man sich in den folgenden Monaten dann regelmäßig, mal im Pfarr-, im Schützen-, im Sportheim oder bei der Feuerwehr.

2logos

Die Teilnehmer der ersten Arbeitssitzung im Schützenheim am 15.Juni 2015 sind

Braeckeler-Brüls, Claudia; Fischer, Adalbert; Fischer, Ramona; Hansen, Wolfgang; Harff, Anton; Hecht, Julia und Oliver; Huesch, Martina und Bernd; Merheim, Bastian; Radke, Norbert; Rausch, Uwe; Rasquing, Simone; Schieffer, Klaus; Schmidt, Irmhild; Schmitt; Inge und Karl; Schmitz; Elisabeth; Schweitz, Gabi und Günter; Stanek, Maria; Weber, Matthias; Weihrauch, Christoph; Weihrauch, Hans-Josef.

Dann entwickelt sich alles recht zügig. Einen Namen brauchen wir.
Matthias Weber hat die zündende Idee: „Wir Fühlinger“ ist geboren.

Am 13. August führt die Projektgruppe „Internetplattform“ ihre erste Projektsitzung durch. Teilnehmer sind Sylvia Mazuelos, Christoph Weihrauch, Wolfgang Hansen, Norbert Radke und Karl Schmitt. Das Thema „Dorfnetz“ wird aus dem Blickwinkel der Teilnehmer beleuchtet und die möglichen Ausrichtungen der Plattform besprochen.

In den kommenden Wochen entwickeln Sylvia Mazuelos und Christoph Weihrauch eine erste Version des Dorfnetzes.

Eine außerordentliche Versammlung des „alten“ Bürgervereins wird am 19. August durchgeführt. Satzungsänderung und Organisation von Erntedankfest und Infoveranstaltung im September werden behandelt.

Der erste Terminkalender für Fühlingen wird zusammengestellt und von den Ortsvereinen veröffentlicht.

Adalbert Fischer und Hans-Josef Weihrauch werden beauftragt, die Altbeiträge Bürgerverein für die Jahre 2014 und 2015 einzuholen. Die Mitgliederzahl liegt bei 238.

Die Flüchtlingsthematik des Jahres 2015 wird bereits in unsere Überlegungen mit einbezogen.

Am 27. September, einem schönen Spätsommersonntag, finden viele Fühlinger und Gäste wie auch die Kandidatin für die Kölner OB Wahl, Henriette Reker, den Weg zu uns. Sie lassen sich ausführlich informieren zu „Wiederbegründung des Vereins“, „Dorfnetz“ (jeder konnte sich hier vor Ort registrieren lassen) und zum Stand der Restaurierung unserer Kirche.

An diesem Tag erscheint die erste Newsin der der ersten öffentlichen Version des Dorfnetzes

 

Ganz erfreulich verläuft dabei unsere Tagesaktion „Spenden für Flüchtlinge“. Im Ergebnis können wir € 800,-- an „Easy Welcome Köln – Willkommenskultur in Beuteln“ überweisen. In der Folgezeit unterstützen dann mehrere Damen unseres Vereins diese Hilfsorganisation weiterhin. Unter Leitung von Laura Fausten treffen sich über Jahre hinweg: Vera Fausten, Gisela Frömbgen, Birgit Holthaus, Claudia Lückerath, Christel Schäfer, Elisabeth Schmitz, Ursula Schneider, Gisela Seffen und Ulla Weihrauch. Im Wochenturnus werden im Pfarrheim in den Jahren 2015 – 2019 dann 1.241 Tragebeutel und 123 Schulmäppchen genäht, die mit den Artikeln des täglichen Hygiene- bzw. Schulbedarfs gefüllt und direkt an bedürftige Flüchtlinge verteilt werden.

Der Kölner Stadtanzeiger, die Kölnische Rundschau, wie auch der Kölner Wochenspiegel berichten ausführlich über unsere Bürgerveranstaltung, Ziele und Aktivitäten unter Titeln wie „Ein Dorf wird wiederbelebt“ oder „Netzwerk zur Kräftebündelung“.

Am 29. Oktober gründen sich die Teams „Kinder- und Jugend“ unter der Leitung von Julia Hecht und „Bürgerbüro“ unter der Leitung von Norbert Radke.

Anfang Dezember erscheint die von Sylvia Mazuelos erstellte Ausgabe unserer Weihnachtsbroschüre „Neues aus`m Dorf“, die später durch das implementierte „Dorfnetz“ abgelöst wird.

Kurz vor Weihnachten unterstützen „Wir Fühlinger“ mit einer Gesamtspende in Höhe von € 3.200,-- das soziale Engagement Fühlinger Vereine und Gruppen, die sich für das gesellschaftliche Wohl in Fühlingen einsetzen.

3

Die Kita wird hier ebenso bedacht, wie Feuerwehr und Schützenverein. Auch der Sportverein und die Seniorengruppe der katholischen Kirche freuen sich über den unverhofften Geldsegen Das Foto zeigt von links: Thomas Zündorf (Schützenverein), Gabriele Becker (Kita St. Marien), Elisabeth Schmitz (Seniorengruppe), Bastian Merheim (Feuerwehr Fühlingen) und die Kinder der Kindertagesstätte mit dem neuen Fußballtor. Es fehlen die Vertreter des SV Fühlingen Chorweiler.

Die Mitgliederwerbung wird im Hinblick auf die erste Mitgliederversammlung Anfang 2016 verstärkt. 

2016 Erste JHV, Kinder- und Jugendfest, neues Logo, Ortsumgehung

Am 17. Januar findet im Pfarrheim die erste offizielle Mitgliederversammlung des neuen Vereins statt. Anwesend sind 103 Teilnehmer. Da die letzte Neuwahl im alten Bürgerverein 2011 stattfand, ist die Situation bezüglich Vorstand und Kassenprüfer unklar.

Pragmatisch geht die Mitgliederversammlung daher von einer Neu- bzw. Wiederbegründung aus. „Wir Fühlinger e.V“ wird seit dem 19.08. als Rechtsnachfolger des ehemaligen „Bürgervereins“ gesehen.

Damit sind dann alle volljährigen (aktiven) Mitglieder stimmberechtigt, die bis zum 17.01.2016 einen Mitgliedsantrag unterschrieben haben.

Im Anschluss an den Jahresbericht 2015 bedankt sich Hans Josef Weihrauch bei den ehemaligen Vorstandsmitgliedern des alten Bürgervereins und überreicht als Dankeschön Einkaufsgutscheine an Eva Maria Mülfarth, Gabi Schweitz, Adalbert Fischer und Willi Hüsch. Für ihre geleistete Arbeit im Rahmen des Dorfnetzaufbaus erhalten Sylvia Mazuelos und Christoph Weihrauch aus Händen von Norbert Radke ebenfalls einen Einkaufsgutschein.

Die Versammlung beschließt die Neufassung der Satzung, sowie die vom Vorstand vorgeschlagenen Beitragssätze: Einzelmitgliedschaft € 12,--, Familienmitgliedschaft € 18,-- und Förderbeitrag € 30,--.

In den Mitgliederrat werden gewählt: Sophie Bönnemann (Vors.), Rudolph Braeckeler (stv. Vors.) und Stephan Kraus. In den Vorstand werden gewählt: Norbert Radke (Vors.), Christoph Weihrauch (stv. Vors.) und Hans-Josef Weihrauch (Beisitzer). In der dann folgenden Versammlungspause lädt der Vorstand die Teilnehmer zu einem kleinen Imbiss ein.

Unter Punkt Verschiedenes regt Michael Schiechel (Vors. Sportverein) die Prüfung von Kooperationen zwischen Sportverein und „Wir Fühlinger“ an. Die Anregung wird angenommen.

Zum Abschluss der Versammlung erfolgt die Verlosung eines 3 tägigen Kurzurlaubs für 2 Personen ins Sauerland. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder, die an der Jahreshauptversammlung teilnehmen. Los-Fee ist Maria Küppers, die mit Los-Nr. 299 Christoph Mensing zum Gewinner macht.

 

4

 

Nach Rückkehr aus dem Wellness-Wochenende gibt Christoph Mensing dem Verein die Gesamtkosten als Spende an den Verein zurück

Die früher beliebten Altentage im Dezember jeden Jahres werden abgelöst. Der Neujahrskaffee für Senioren im Januar wird gut angenommen.

Am 23. Februar bieten wir mit der LBS die Veranstaltung „Die eigene Immobilie privat verkaufen“ an. Über 50 Teilnehmer sind dabei.

Unser Kinder- und Jugendfest am 21. Mai wird bei schönem Wetter und mit großartiger Beteiligung ein toller Erfolg. Der Erlös findet Verwendung für die geplante Neugestaltung des Spielplatzes am Feldblumenweg.

5

Das alte Vereinsemblem muss entstaubt werden. Insgesamt 142 Teilnehmerhaben beteiligen sich an der Wahl des neuen Logos. Hierbei stehen 2 Entwürfe zur Wahl, wobei beide in etwa gleiche Anzahl Stimmen -70/72- auf sich vereinigen.

Im Ergebnis wird dann eine Kombination beider Entwürfe umgesetzt. Die Fühlinger haben entschieden.

5 logosneu

Unter den abstimmenden Teilnehmern werden 9 Einkaufsgutscheine Fühlinger Firmen verlost.

In diesem Rahmen bedankt sich „Wir Fühlinger“ bei der Pfarre für die Nutzungsmöglichkeiten des Pfarrheim mit einem Industriespüler für die dortige Küche im Wert € 3.000,--.

Lange haben wir Fühlinger auf diese Ortsumgehung gewartet, nun ist es soweit!

6

Im Rahmen eines Pressetermins vor Ort, wird die Verlängerung der Industriestraße am Donnerstag, den 02. Juni 2016 um 10:30 Uhr für den Verkehr freigegeben.

Obwohl die Arbeiten am Lärmschutzwall entlang der Neubaustrecke bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sind, freut sich ganz Fühlingen an diesem Tag.

Die Bürger hoffen auf eine erhebliche Entlastung vom Verkehr und den damit verbundenen Lärm- und Schadstoffemissionen in der Ortslage.

Von Seiten der Stadt Köln und der bauausführenden Firma Strabag ist mit einer Fertigstellung des Lärmschutzwalls entlang der Neubaustrecke in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu rechnen.

Nach Zusage der Stadtverwaltung werden beim Bau der Erdwälle die Abschnitte der Industriestraße vorgezogen, in denen der Lärmschutz für die Anlieger besonders wichtig ist, da sie in unmittelbarer Nähe der Neubaustrecke liegen. Zur Verringerung der Lärmbelastung wird bis zur Fertigstellung des Walls auf der gesamten Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern mit dem Zusatzzeichen „Lärmschutz“ angeordnet.

 

Am 27. Juni bieten wir Infoveranstaltungen zum Neubau von „Transgourmet“ und zum „Retentionsraum Worringer Bruch“ an, die beide gut besucht sind.

Das 2. Erntedankfest findet unter neuem Namen „Bürger und Erntedankfest“ am 25. September statt.

Wir übernehmen die Organisation des Martinsfestes von Feuerwehr und Schützenverein und führen am 10. November unseren ersten Martinszug durch.

Die Mitgliederzahlen haben sich im ersten Berichtsjahr rasant entwickelt und liegen zum Jahresende bei 455. Damit einhergehend ist auch die Kassenentwicklung recht erfreulich.

Für sein starkes Engagement in und für Fühlingen erhält der Verein bereits 2016 eine Auszeichnung aus Händen unserer Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

 

7

2017 Flüchtlingsunterkunft, Spielplatz, Dorftreff, Ehrenamtsabend

Das Jahr beginnt im Januar mit Neujahrskaffee und Jahreshauptversammlung. Die Ehrenordnung des Vereins wird verabschiedet. Laufende Aktivitäten des Bürgerbüros, der Kinder- und Jugendgruppe sowie des Dorfnetz-Teams werden abgerundet mit diversen Veranstaltungen.

Am 6. März laden wir zu einer Info-Veranstaltung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in das Pfarrheim ein. Politik und Verwaltung der Stadt Köln wurden gebeten, Transparenz zu schaffen und Fragen zu der geplanten Flüchtlingsunterkunft zu beantworten. Fazit: Stadt bleibt Antworten in großen Teilen schuldig. Als Moderator des Abends kann Gebhard Hilger rund 270 Fühlinger Bürger begrüßen. Da wir in Fühlingen keinen geeigneten Saal haben, müssen viele Besucher der Veranstaltung in den Nebenräumen und einem extra aufgebauten Zelt folgen.

8

Anwesend waren seitens

  • der Stadt Prof. Dr. Harald Rau, Dezernent für Soziales, Integration und Umwelt; Josef Ludwig, Leiter des Amtes für Wohnungswesen.
  • der Politik Herr Andreas Kossiski, MDL (SPD); Herr Martin Erkelenz, Mitglied der Ratsfraktion der Stadt Köln, CDU
  • der Presse Herr Hubert Brand, Kölner Wochenspiegel. Frau Petra Wischgoll, Kölner Stadtanzeiger.

Nach der Begrüßung der Anwesenden präsentiert Bernd Hüsch, Projektleiter „Fühlinger Flüchtlingsunterkunft“, die den Ortsvereinen bekannten Informationen zum Bau der geplanten Maßnahme.

Mit der geplanten Belegungsrate von 240 Flüchtlingen oder 12 % pro Einwohner ist Fühlingen Spitzenreiter in Köln, während zum Beispiel im Stadtteil Lindenthal mit rund 30.000 Einwohnern nur eine Belegung von 23 Flüchtlingen (0,0%) vorgesehen ist. Seitens der Fühlinger Bürgerschaft wird deutlich, dass generell die Bereitschaft besteht, Flüchtlinge in Fühlingen willkommen zu heißen. Allerdings muss die Anzahl begrenzt werden.

Alle Politiker und auch die Verwaltung räumen ein, dass die Überbeanspruchung des Ortes Fühlingen mit einer Quote von 12% ungerecht ist.

Herr Prof. Dr. Rau bewertet den Bau der Flüchtlingsunterkunft in Fühlingen als Chance, notwendige Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen. Er verspricht, sich hierfür besonders einzusetzen.

Die anwesenden Vertreter der Verwaltung, sowie Vertreter von „Wir Fühlinger“ und den Fühlinger Ortsvereinen werden in einem Kompetenzteam in Fragen der Flüchtlingsunterkunft zusammen arbeiten. Die beiden Vertreter der Verwaltung haben eine konstruktive zukünftige Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses mit „Wir Fühlinger“ avisiert. Beides ist nie passiert.

 

Fühlingen hat seine Burg.

Endlich ist es soweit. Der Spielplatz am Feldblumenweg hat eine Verschönerung erhalten. Dabei sticht vor allem die Burg Feldblume ins Auge, auf der man jetzt tollspielen, klettern und rutschen kann. Auch die neue Wippe wird gerne genutzt.

Am 20. Mai wird der Spielplatz mit vielen Gästen offiziell wiedereröffnet. Diesen Tag nehmen wir zum Anlass unseren Sponsoren, privaten Spendern und der Stadt Köln zu danken.

Unser ganz besonderer Dank gilt hier der Raiffeisenbank Frechen-Huerth eG, die unseren Verein und auch die anderen Ortsvereine immer wieder großzügig unterstützt.

Daniela Dahmen, Geschäftsstellenleiterin Worringen, bringt als Vertreterin der Bank einem Scheck über € 5.000,-- mit, den sie vor Ort, an Julia Hecht, Leiterin unserer Kinder- und Jugendgruppe übergibt.

9

Simone Rasquing (WF); Daniela Dahmen (Raiba), Julia Hecht (WF)

 

 

Ein weiteres Highlight:
An diesem Tag können wir auch unser „Fünfhundertstes Vereinsmitglied“begrüßen. Ende April tritt Verena Sontag unserm Verein bei.

Sie lebt mit ihrem, Mann und 2 Kindern seit einem halben Jahr in Fühlingen und hat sich gleich zu Beginn ihrer Mitgliedschaft aktiv ins Dorfnetzteam eingebracht. Mit der Übergabe eines Gutscheins und Blumenstraußes würdigen wir dies entsprechend.

Mit Beginn der aktuellen Mitgliederwerbung Anfang des Jahres haben bis zum Spielplatzfest 43 neue Mitgliederden Weg zu uns gefunden.

„500“ in der kurzen Zeit ist mehr als bemerkenswert. „Wir Fühlinger e.V.“ ist am 19. August 2015 mit 238 Mitgliedern gestartet.

10
stv. Vorsitzender Christoph Weihrauch, Verena Sontag

Die in Fühlingen vorhandene Infrastruktur bietet wenig Raum für ein gemeinsames Ortsleben und damit für die Entwicklung einer Ortsgemeinschaft. Hier arbeiten wir seit 2 Jahren daran, Lösungen zu finden.

Mitte des Jahres machen wir den Bürgerinnen und Bürgern dann ein Angebot. Am 13. Juli findet unser erster Dorftreff im Pfarrheim statt. Der „Dorftreff“ soll monatlicher Treffpunkt für interessierte Bürger werden. Treff für alle, die sich gerne mal kennenlernen oder austauschen wollen. In dem jeder mitreden und Antworten finden und sich vor allem auch aktiv einbringen kann. Schon beeindruckend, dass wir an diesem Abend 67 Interessierte begrüßen können. Der Dorftreff wird jetzt regelmäßig jeden ersten Donnerstag im Monat stattfinden. Inhaltlich ist der Dorftreff Treffpunkt, Infobörse und Diskussionsrunde für die Bevölkerung.

 

11

12

Bürger- und Erntedankfest im September, wie auch der Martinszug im November gehören nun schon zu den Routineterminen im Jahreskalender.

Die von uns vor Jahren geforderte Verlegung der Bushaltestelle „Arenzhofstraße“ vom Ortsrand Nord in die Ortsmitte ist umgesetzt. Durch die Verlagerung der bisherigen Haltestelle ergibt sich für die Bürger eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Infrastruktur.

Egal ob wöchentliches oder monatliches Engagement oder vielleicht nur einmal im Jahr, egal ob Vorstand oder Flyer-Verteiler, Kinder-/Jugend oder Dorfnetzbetreuer, Behördenbesucher, Mitglied einer Veranstaltungsmannschaft, eines Projektteams, eines Büchereiteams oder, oder, oder…. .Ohne das große Engagement vieler Helfer in den letzten zwei Jahren wäre so manches in unserem Verein nicht möglich geworden. Nun sagen wir Danke.

Nach Jahren der Aufbauarbeit ist es für Hans-Josef Weihrauch an der Zeit, den von ihm im Sportverein eingeführten „Abend für die ehrenamtlich tätigen Kräfte“ kurz: Ehrenamtsabend auch bei „Wir Fühlinger“ zu installieren.

Der Vorstand lädt die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zum ersten Ehrenamtsabend am 18. November ins Restaurant am Golfplatz in Roggendorf ein, wo gemeinsam der Erfolg des Projektes „Wir Fühlinger“ gefeiert wird.

Auch an diesem Abend gilt für die 56 Teilnehmer, das Ehrenamt ist Gemeinschaft. Es schafft neue Verbindungen und es stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Deswegen ist ein Ehrenamt auch immer ein Gewinn für einen selbst. Was in den letzten beiden Jahren aufgebaut wurde, kann nur mit einem Team gelingen, das an einem Strick zieht. Das ist gelungen.

13