Wir Fühlinger e.V. weist auf die aktuelle Aktionswoche der Stadt Köln unter dem Motto #GlanzstattHetze hin.

Auch in Fühlingen gibt es einen dieser Stolpersteine. Weitere Infos dazu im Artikel.

Quelle: Stadt Köln

Machen Sie mit beim Putzen der Stolpersteine in Köln! Auf Initiative der Oberbürgermeisterin Henriette Reker und verschiedener Vereine sollen vom 11. bis zum 17. August 2020 alle Stolpersteine in Köln gereinigt werden. Alle sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Liegen Stolpersteine vor Ihrem Haus oder in Ihrer Straße? Sind Sie auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder zur Bahn auf Stolpersteine aufmerksam geworden? Dann beteiligen Sie sich bitte an der gemeinsamen Putzaktion. Wir möchten diese wertvollen und wichtigen Erinnerungsmale wieder zum Glänzen bringen.

Über das Kölner Stadtgebiet verteilt sind kleine Gedenktafeln, sogenannte Stolpersteine, in den Boden eingelassen. Diese kleinen Erinnerungsmale werden genau an den Orten verlegt, an denen Menschen vor ihrer Flucht oder Verhaftung durch den Terror des Nationalsozialismus gelebt haben. Sie erinnern uns an deportierte und ermordete Kölner Jüdinnen und Juden, an Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Zeugen Jehovas und Opfer der "Euthanasie".

Seit 1990 entwickelte Gunter Demnig das Projekt und inzwischen sind rund 2.300 Stolpersteine im ganzen Kölner Stadtgebiet verlegt worden. Über den Hashtag #GlanzstattHetze freuen wir uns auf Ihre Bilder und Stories von glänzenden Stolpersteinen. Mit dieser Aktion bringen wir Glanz statt Hetze in unsere Stadt.

 

Stolperstein in Fühlingen

In Fühlingen gibt es einen Stolperstein an der Neusser Straße 43. Dieser erinnert an Edward Margol. Er erinnert an den aus Polen verschleppten Zwangsarbeiter Edward Margol, geb. 1923, der am 15. Januar 1943 in Fühlingen erhängt wurde.

Stolperstein Edward Margol

Die Geschichte von Edward Margol

Vor 96 Jahren, am 4. Mai 1923, wurde im kleinen Dorf Długi Kąt bei Lublin der Pole EDWARD MARGOL geboren. Von den Nazis als Jugendlicher bis nach Köln verschleppt, lebte er hier als Zwangsarbeiter in Haus Fühlingen. Im Jahr 1943 wurde er von der Kölner Gestapo festgenommen und ermordet. Auf dem Gelände der Alten Ziegelei an der Neusser Landstraße, zwischen Fühlingen und Worringen gelegen, hat man ihn am Morgen des 15. Januar 1943 erhängt. Einen Gerichtsprozess hatte es nicht gegeben. Edward wurde nur 19 Jahre alt. "Und als Edward zur Exekution in die Neusser Straße gefahren wurde, da haben wir die Polizeiwagen mit Gittern in den Fenstern gesehen. Die Männer mussten bei der Exekution zuschauen, damit sie genau wussten, was sie erwartet, wenn sie auch etwas falsch machen würden", berichtete eine ehemalige Zwangsarbeiterin (NSDok, Köln) Der Stolperstein zum Gedenken an Edward Margol liegt an der Neusser Landstraße 43 in Köln-Fühlingen. Seit heute kann man ihn wieder gut erkennen und hoffentlich wird er weiterhin Nachbar*innen und Passant*innen dazu bewegen, sich an Edward Margol und die anderen Opfer der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die es auch hier in unserer direkten Nachbarschaft gegeben hat, zu erinnern. Quellen:

Es wäre toll, wenn wir uns an dieser Aktion beteiligen!


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