2018 Koop Kölner Norden, Stadtteilgespräch, Vulkaneifel, Zons

Zum Jahresende 2017 kann eine weiter erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen auf jetzt 529 konstatiert werden. Für den gelungenen Werbereinsatz (53 Neue) werden Preise an 9 Mitglieder vergeben. Die meistens Mitglieder (13) wurden dabei von Simone Rasquing akquiriert.

Auf Initiative von Norbert Radke treffen sich am 15. Januar Vertreter der Bürgervereine aus Worringen, Roggendorf-Thenhoven, Langel-Rheinkassel-Kasselberg, Merkenich und Fühlingen und verständigen sich auf einen turnusmäßigen Gedankenaustausch.

Die Anwesenden kommen zu einem regen Austausch bei den Themen: Flüchtlingsunterbringung im Kölner Norden, Kommunalaufsichtsbeschwerde von Wir Fühlinger, Retentionsraum und Hochwasserschutz, Verbesserung des ÖPNV im Bezirk, Rheinbrücke A1 und Ausbau des Blumenbergwegs inkl. durchgängiger Radweg.

Die Mitgliederversammlung im Januar beschließt die Satzung zu ändern. Wesentliche sind die Punkte: Abschaffung des Vereinsorgans „Mitgliederrat“ und die Erweiterung des Vorstandes von 3 auf 5 Mitglieder.

In den Vorstand werden neu bzw. geändert gewählt Verena Sontag (Vorsitzende), Hans-Josef Weihrauch (Vorsitzender); Auke Braaksma, Julia Hecht und Christoph Weihrauch.

Anfang Februar laden wir zu einem Vortrag der NABU zum Naturschutzgebiete "Rheinaue Worringen - Langel" und "Rheinaue Langel - Merkenich" in Pfarrheim ein. Auch diese Veranstaltung findet in der Bürgerschaft regen Zuspruch.

Am 19. Februar versuchen im Pfarrheim Sozialdezernent Harald Rau und Josef Ludwig vom Wohnungsamt die Stimmung unter den Bürgern erkunden, wie im Rahmen der Informationsveranstaltung „Flüchtlingsunterkunft“ versprochen. Das Pilotprojekt „Stadtteilgespräch“ wird erstmals in Köln durchgeführt. Erwartungen, die demnächst aus anderen Stadtteilen an ihn herangetragen werden könnten, dämpfte Sozialdezernent Harald Rau lieber schon mal im Vorhinein: „Einen solchen Abend werden wir nicht für jeden der 86 Kölner Stadtteile durchführen können, Fühlingen ist ein Sonderfall.

„Wenn hier wirklich 240 Flüchtlinge angesiedelt werden, hätte der Stadtteil mit zwölf Prozent stadtweit eine führende Rolle. Flüchtlinge wollen wir aber nicht verwahren, sondern integrieren, also müssen wir dafür sorgen, dass bei der Infrastruktur nachgebessert wird.“

Die Resonanz ist groß: Es kommen rund 100 Teilnehmer, die über mehr als drei Stunden im Pfarrsaal lebhaft und engagiert diskutieren „Es ist toll, dass man mal angehört wird und Wünsche äußern darf“, so eine weibliche Teilnehmerin.

Neben Harald Rau und Josef Ludwig erscheinen 6 weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die mit den Fühlinger Bürgern an Thementischen diskutieren. Der Ablauf ist klar strukturiert: An jedem der vier Thementische sitzen sogenannte Gastgeber, die die Diskussion leiten und auch selbst Lösungsvorschläge anbieten.

Zu guter Letzt werden alle Ergebnisse zusammengetragen und im Plenum diskutiert. Das Ergebnisprotokoll wird dem Bürgerverein zugesandt sowie auf der städtischen Webseite veröffentlicht.

Ergebnisse im Einzelnen

Kinder und Jugend: In Fühlingen fehlen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche. Es gibt nur eine Kita, die aber ist bereits zu 100 Prozent belegt. Auch die Schüler müssen weite Wege in Kauf nehmen, fahren täglich in benachbarte Stadtteile wie Rheinkassel, Merkenich, Seeberg oder Volkhoven. Die Jugendgruppe des Bürgervereins verfolgt derzeit den Plan, einen Bolzplatz anzulegen, und sucht dafür nach einem geeigneten Grundstück.

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Sport und Freizeit: Schmerzlich vermisst wird eine Kneipe. „Wir Älteren sehen uns nur noch auf dem Friedhof“, schilderte ein Teilnehmer. Der Bürgerverein möchte das Pfarrheim stärker zum Treffpunkt ausbauen. Dafür seien Investitionen nötig, gibt Norbert Radke zu Protokoll.

Wohnen und Nahversorgung: Josef Ludwig erklärt, dass statt 240 Flüchtling nur 120 kommen. Das stößt allerdings auf Misstrauen. Wir gehen jedoch davon aus, dass die von uns initiierte Kommunalaufsichtsbeschwerde gegen die übermäßige Benachteiligung von Fühlingen bei der Verteilung der Flüchtlingsströme dieses Umdenken bewirkt hat.

Der Wunsch nach einem Supermarkt mit Vollsortiment erfährt die meiste Resonanz.

Mobilität: Gefordert wird eine Buslinie in die Rheindörfer, ebenso eine engere Taktung der Linie 120.

Die Kinder- und Jugendgruppe lädt ein zu einer Fahrradrallye am 23.Juni ein.

Dabei handelt es sich um eine Art Schnitzeljagd mit dem Fahrrad.

Spannende Quizfragen rund um Fühlingen für verschiedene Altersstufen und tolle Preise warten auf die teilnehmenden Kinder und ihre Familien.

Siegerehrung und Preisvergabe finden auf dem Sportplatz statt

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Am 15. September starten wir die erste Ausflugsfahrt.

Mit vollbesetztem Bus (52 Teilnehmer) geht es schon frühmorgens Richtung Vulkaneifel. Wir besuchen zuerst Schloss Bürresheim, gelegen im Nettetal, in der Nähe von Mayen und trotz des Namens eigentlich eine Burg.

In zwei Gruppen werden wir dort von ortskundigen Führern durch das imposante Anwesen geführt und mit der spannenden Geschichte der letzten Jahrhunderte vertraut gemacht.

Nach dem Schlossbesuch geht es weiter nach Mendig, wo wir nach gemeinsamen Mittagessen eine weitere geführte Tour in das Vulkanmuseum, den Lavakeller und die Museumslay antreten.

Das Vulkanmuseum - der Lava-Dome - vermittelt recht informativ und spannend, wo wir uns befinden „Im Land der Vulkane“. Mitmachen ist gewünscht

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Das Highlight des Ausfluges ist dann der Einstieg in die Unterwelt, ein Besuch der einzigartigen historischen Lavakeller unterhalb von Mendig. In 32 Metern Tiefe befindet sich die auf der Welt einmalige unterirdische "Landschaft".

Eine Führung durch diese Welt ist gespickt mit interessanten Anekdoten und Geschichten aus der Zeit des Bergbaus und der Bierlagerung.

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Das Bürger- und Erntedankfest findet am 23. September und der Martinszug am 08.November statt. Der Dorftreff wird in diesem Jahr 7 x angeboten.

Seit Dezember erinnert das von Wolfgang Schieffer, bekannt als der Waldmaler, gestiftete Baumstammdenkmal „Alweg-Bahn“ an dieses einmalige Zeitzeugnis aus der Mitte des letzten Jahrhunderts in Fühlingen. Standort an der Neusser Landstraße – Ortsausgang Köln.

Wolfgang Schieffer ist seit Gründung von Wir Fühlinger Mitglied.

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Das Jahr endet mit dem 2. Ehrenamtsabend, der die Teilnehmer am 17. November nach Zons führt.

Mit Nachtwächter Franz-Josef Cremer führt uns ein Sachkundiger (ehemaliger Fühlinger) durch die dunklen mittelalterlichen Gassen von Zons. Mit vielerlei Anekdoten und vergnüglichen Geschichten hält er Jung und Alt über eine Stunde bei Laune. Ohne Frage ein spannendes Ereignis für alle, die dabei sind.

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Der Nachtwächter weiß natürlich auch, wo es in dunkler Nacht immer noch was zu essen gibt. Er zeigt den Weg zum Ritterschmaus, der in der Schloss-Destille vorgehalten wird. Mitten in der historischen Altstadt von Zons gelegen, eine beeindruckende Location. Je weiter der Abend voranschreitet, kommt es für manchen dann auch zu einer vermeintlichen Begegnung mit dem Schlossgeist.

2019 Notfallpraxis, Fluglärm, Straßenbaubeiträge, Hoftrödel, Jeckentreff

Das Jahr beginnt im Januar wie gewohnt mit dem Neujahrskaffee für Senioren. Hier sorgen diesmal unsere Mitglieder Julian (Trompete) und Maxime Sondergeld (Klavier) für musikalische Unterhaltung.

Die anschließende Mitgliederversammlung behandelt die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung. Der Datenschutz wird in der Satzung verankert.

  • Von Hella Fichtl wird die Beteiligung an der Volksinitiative zur Abschaffung der Straßenbaubeiträge beantragt. Die Versammlung ist der Empfehlung des Vorstandes ohne Gegenstimme gefolgt, die Einrichtung einer Sammelstelle in Fühlingen (erheblicher Bürokratieaufwand) nicht in Erwägung zu ziehen. Den Fühlinger Bürgern wird jedoch empfohlen, sich der Initiative auf privater Basis anzuschließen. Entsprechende Informationen werden im Dorfnetz bereitgestellt.
  • Eine Anfrage des neugegründeten Bürgervereins Köln-Heimersdorf zur geplanten Abschaffung der Notfallpraxis Chorweiler, eine gemeinsame öffentliche und öffentlichkeitswirksame Veranstaltung durchzuführen, wird positiv beschieden.
  • Auf Antrag von Martina Hüsch / Julia Hecht wird der Beitritt zur Initiative gegen Fluglärm ebenfalls positiv befürwortet. Der Vorstand beschließt auf seiner Sitzung im Februar eine Mitgliedschaft zu beantragen.
  • Ramona Fischer stellt der Mitgliederversammlung das neue Konzept zur Wiederbelebung des Dorftreffs vor. Beispielhafte Inhalte: Spieleabend, Weinprobe, Büchertausch, Kneipenquiz, Karneval.
  • Das Dorfnetzteam hat die Vorbereitungen zur Gestaltung eines Onlinewettbewerbes „Fotokalender Fühlingen 2020“ abgeschlossen. Elena Alders informiert über die Vorgaben, wie dieser Kalender, von allen gemeinsam mitgestaltet werden kann. Dazu lädt sie alle Anwesenden ein, ihre schönsten Fotos mit Fühlingen-Bezug zuzusenden. Die schönsten Fotos werden prämiert und der Kalendergeht in den Verkauf. Die Idee findet breite Zustimmung bei den Anwesenden.
  • Zum Abschluss weist Hans-Josef Weihrauch auf das Jubiläumsjahr 2020 „60 Jahre Bürgerverein hin, das mit mehreren Aktionen begleitet werden soll.

Erstmals seit den 70er Jahren arbeiten alle Bürgervereine und bürgerschaftliche Initiativen des Kölner Nordens wieder zusammen. Sie tagen 3 mal in diesem Jahr. 30. Januar (Chorweiler), 29. April (Worringen), 9. September (Merkenich). Themen sind: u. A. Abschluss einer Kooperationsvereinbarung, Notfallpraxis im Kölner Norden, Einzelhandelsversorgung, Verkehrsinfrastruktur, Ausbau des ÖPNV, Verkehrslenkung, Parkraumbewirtschaftung, Schulsituation, Entwicklung E-Mobilität und Fahrradverkehr. Das nächste Treffen findet am 9. März 2020 in Fühlingen statt.

Auke Braaksma (Bürgerbüro) initiiert im Laufe des Jahres diverse Verkehrssicherungsmaßnahmen auf/an Fühlinger Wegen und Straßen.

Erhöhte Aufmerksamkeit ziehen 20 Street Buddies in Signalfarbe auf sich. Die kleinen Kerlchen stehen an signifikanten Straßenabschnitten, um alle Verkehrsteilnehmer in besonderem Maße auf die Gefahren besonders für Kinder und Senioren aufmerksam zu machen.

Der erste Jeckentreff am 8. Februar im Pfarrheim zieht mehr als 50 Besucher an.

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Der nächste Dorftreff am 12. April Motto Kneipenquiz kommt in Fühlingen ebenfalls sehr gut an.

Wie auch der erstmals durchgeführte Hoftrödel am 26. Mai. “Mensch, der Hoftrödel ist wirklich eine richtig gute Idee!“ Diese und ähnliche Kommentare kann man aufschnappen, wenn man an diesem Tag durch Fühlingen spaziert. Weit mehr als 40 Anbieter finden sich bei schönstem Wetter zusammen, um was auf Speicher, im Keller oder im Schrank ausgemustert wurde, zum Verkauf anzubieten. Der ein oder andere rundet das Angebot noch durch Kuchen, Kaffee, Kölsch oder Rievkooche ab.

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Auch die Kölnische Rundschau berichtet groß über die Veranstaltung: „Flohmarktpremiere war ein toller Erfolg.“ „Den Ort als Shopping-Meile“ entdecken.

Gefühlt ist „ganz Fühlingen auf Achse“ und hat beim Stöbern oder im Pläuschken miteinander eine Menge Spaß. Und die ein oder andere neue Bekanntschaft kann man auch noch schließen.

Im Juni erhält der Förderverein KiTa eine finanzielle Unterstützung für deren Projekt „Musikschule“.

Bürger- und Erntedankfest, wie auch der Martinszug werden wie gewohnt organisiert und durchgeführt.

Nach Roggendorf und Zons endet das Vereinsjahr jetzt schon traditionsgemäß mit dem Ehrenamtsabend am 29. November in Köln. Die 34 Teilnehmer machen diesmal eine Zeitreise durch das alte Köln. Im TimeRide tauchen sie in die Kaiserzeit ein und beschließen den Abend gemeinsam im Haxenhaus am Rhein, Frankenwerft.

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Ganz zu Ende ist das Jahr dann doch noch nicht. Im Dezember bitten wir die Fühlinger, für die 63 Kinder in der neuen Flüchtlingsunterkunft kleine Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Hierfür steht in unserem Dorfnetz eine digitale Einkaufsliste bereit.

Die Resonanz ist überwältigend. Nicht einmal 24 Stunden nach Veröffentlichung im Dorfnetz sind sämtliche Geschenke reserviert. So können sich alle Kinder über eine kleine Weihnachtsüberraschung freuen.

2020 Veränderungen im Vorstand

Die Mitgliederversammlung im Januar beschließt mit einer Satzungsänderung die Reduzierung des Vorstandes von 5 auf 3 Mitglieder.

Christina Scholl, Sozialbetreuerin (DRK) im Flüchtlingsheim, gibt einen Überblick zum Stand der Flüchtlingsarbeit.

Vor den anstehenden Neuwahlen zieht der Vorstand Bilanz zu 5 Jahre „Wiederbelebung des Bürgervereins“, mit dem Resümee, „Wir Fühlinger“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Insbesondere unser Dorfnetz findet laut Übersicht von Christoph Weihrauch große Resonanz mit 18.000 Besuchern und knapp 80.000 Seitenaufrufen in 2019

Die bisherigen Vorstandsmitglieder, Verena Sontag, Julia Hecht, Christoph und Hans-Josef Weihrauch stellen sich nicht mehr zur Wahl, bieten jedoch weiterhin ihre Mitarbeit an.

Bereits im Vorfeld der Wahl hatten sich Ramona Fischer und Simone Rasquing zu einer Kandidatur bereiterklärt. Die Versammlung wählt Ramona Fischer und Simone Rasquing zu gleichberechtigten Vorsitzenden im Sinne des BGB. Auke Braaksma wird als Vorstand wiedergewählt.

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Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten. (August Bebel)


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